Gegen ​Bundesligist ​Fortuna Düsseldorf wurden schwere Vorwürfe erhoben. Das Nachrichtenblatt Spiegel unterstellte dem Traditions-Klub Vetternwirtschaft und eine angeblich falsche Transfersumme für Angreifer Benito Raman. Die Fortuna reagiert nun auf die Anschuldigungen und wehrt sich.


Der Spiegel klagt Fortuna Düsseldorf an. Unter anderem soll es sich dabei um mögliche Vetternwirtschaft in Reihen des Vorstands handeln. Doch auch bezüglich des Sommer-Abgangs Benito Raman steht Thomas Röttgermann in der Kritik. Den Deal mit dem Belgier soll er entgegen der Vertragssituation als deutlich zu hoch angesetzt veröffentlicht haben.


Nun wehrte sich der Klub und veröffentlichte ein Statement auf der eigenen Website. Im Bezug auf den Verkauf von Raman, versuchte die Fortuna die Schuld von sich zu weisen und ist sich keinem Fehlverhalten bewusst. Der Spiegel berichtete, dass für Raman eine unwahre Transfersumme verbreitet wurde, die laut den Transferpapieren nicht zutreffend sei. Dafür hätten die Düsseldorfer eine einfache Erklärung.


Klarstellung der Transfersumme und möglicher Vetternwirtschaft


Wie die Zeitung berichtet, könne Raman nur im "ungeahnten Erfolgslauf maximal zehn Millionen Euro" einbringen. Ein feste Ablöse von 6,5 Millionen Euro sei unabänderlich, trotzdem sprach Röttgermann von einem Verkauf für mehr als 13 Millionen Euro. Doch der Vereins-Boss wollte keine falschen Informationen verbreiten, sondern ging auf den gesamten Deal zuzüglich Boni und der Leihe eines Schalker-Profis ein.


"Der Transfer von Benito Raman hat inklusive aller in großen Teilen garantierten Bonuszahlungen sowie dem Leihgeschäft von Bernard Tekpetey eine Größenordnung von mindestens 13 Millionen Euro", so die Fortuna offiziell. Damit wies der Verein die Vorwürfe zurück, nur der alleinige Transfer von Raman liege unter der von Röttgermann genannten Summe.


Darüber hinaus beschuldigte der Spiegel sowie vor einigen Tagen bereits das Handelsblatt die Fortuna der Vetternwirtschaft. Denn der erst im April als Direktor eingesetzte Felix Welling sei nur aufgrund seiner Beziehungen zu Röttgermann an sein Amt gekommen. Auch hier fan der Erstligist klare Worte: "Fortuna Düsseldorf stellt klar, dass der Vorstand bei der Personalbesetzung ausschließlich fachliche Qualitäten als Kriterium zugrunde legt. Sogenannte Vetternwirtschaft ist somit absolut ausgeschlossen."


Klar ist allerdings, dass sich beide Verantwortlichen bereits seit längerer Zeit kannten. Beim ​VfL Wolfsburg standen Röttgermann und Welling bereits zusammen unter Vertrag. Zudem sollten sie die Entwicklung einer App geplant haben. Doch nur, weil sich die Partner aufgrund ihrer Vergangenheit gut kennen, muss kein solch harter Verdacht geäußert werden. Solange der Direktor seine Arbeit ordnungsgemäß erledigt, sollte es keinen Grund zur Beschwerde geben. Anscheinend sind die Düsseldorfer also noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen.