Bis zum Ende des Transferfensters bemühte sich der ​FC Barcelona um eine Rückkehr von Neymar. Da sich die Verantwortlichen mit Paris St. Germain aber nicht einig wurden, muss der Brasilianer mindestens bis Sommer 2020 in der französischen Hauptstadt bleiben. Einigen Personen in der Führungsetage der Katalanen kommt dieser Umstand jedoch gelegen, wie Mundo Deportivo berichtet.


Demnach habe sich nicht jeder für eine Rückkehr Neymars ausgesprochen und gar mit einem Rücktritt gedroht, sollte der Transfer unter Dach und Fach gebracht werden. Grund dafür sei die Art und Weise, wie der Angreifer zu PSG wechselte. So heißt es, Vizepräsident Jordi Mestre sei damals aus Neymars Umfeld versichert worden, dass dieser "zu 200 Prozent" in Barcelona bleiben werde - woraufhin der 56-Jährige dies öffentlich kundtat. Am 03. August 2017 wechselte Neymar dennoch für die Rekordablösesumme von 222 Millionen Euro an die Seine.


Diskussion entfacht: Neymar oder Mbappé?


Die Verantwortlichen, die sich gegen Neymar aussprechen sollen, haben angeblich einen weiteren Namen in den Ring geworfen: Kylian Mbappé. Der 20-Jährige wechselte vor zwei Jahren ebenfalls nach Paris, ein Transfer erscheint allerdings nicht nur aufgrund der Vertragslaufzeit bis 2022 nahezu unmöglich.


Die Pariser Verantwortlichen wollen den Weltmeister um jeden Preis halten, die Forderungen für einen Transfer würden in noch schwindelerregenderen Höhen liegen. Dennoch sei in der Führungsetage des FC Barcelona die Diskussion entfacht, ob eine Rückkehr des Brasilianers der richtige Schritt sei oder ob ein Transfer von Mbappé rentabler wäre.

Kylian Mbappe

Kylian Mbappé wäre aufgrund seines jungen Alters eine Investition in die Zukunft. 



Ein Argument sei, dass Mbappé dem Klub mehr geben könne. Seit seinem Wechsel nach Paris erzielte das Mega-Talent 62 Tore in 91 Spielen, kann zudem 33 Assists vorweisen. Aufgrund von mehreren langwierigen Verletzungen brachte es Neymar in den vergangenen beiden Jahren nur auf 58 Spiele, traf dabei jedoch 51 Mal und lieferte 29 Vorlagen.


Entscheidend sei jedoch der Altersunterschied. So wäre Neymar im kommenden Sommer bereits 28 Jahre alt, Mbappé dagegen erst 21. Zudem müsse man bei einer Verpflichtung des Franzosen keinen Shitstorm in den sozialen Medien fürchten - anders als bei Neymar, dem einige Fans seinen Abgang wohl noch immer nicht verziehen haben.


Auch Real Madrid buhlt um den Weltmeister


Allerdings wird auch Real Madrid regelmäßig mit Mbappé in Verbindung gebracht. "Wir werden uns hinter ihm her machen", kündigte Klubpräsident Florentino Perez zuletzt laut ​Real Total an, der aktuelle Stand sei jedoch der gleiche wie bei Paul Pogba von Manchester United: "Man verkauft sie uns nicht", wird der 72-Jährige zitiert. Gleiches würde auch für Barcelona gelten, das sich offenbar erst darüber einig werden muss, welcher Spieler im nächsten Sommer kommen soll.