​Khaled Narey soll es also richten. Nach dem Schock vom Mittwoch durch die Horror-Verletzung von ​Jan Gyamerah war kurzzeitig spekuliert worden, ob der​ HSV den Ausfall durch eine externe Neuverpflichtung auffängt. Doch wie die Mopo berichtet, haben sich die Entscheider für eine interne Lösung entschieden.


Khaled Narey, eigentlich auf dem offensiven rechten Flügel zuhause, soll seinen verletzten Kollegen fürs Weitere ersetzen. Josha Vagnoman und Jeremy Dudziak waren ebenfalls Kandidaten für die rechte Abwehrseite. 


Nareys Vorteil gegenüber den beiden: Er steht voll im Saft. Bis auf seinen Sonderurlaub (wegen anstehender Vaterschaft) beim Spiel gegen den VfL Bochum stand Narey in allen vier Liga-Spielen auf dem Platz - und konnte dabei eine stetig nach oben weisende Leistungskurve aufweisen. 


Gegen Hannover 96 spielte er bockstark, und machte für viele Beobachter sein bisher bestes Spiel im Dress des HSV. Jeremy Dudziak hingegen wurde beim letzten Spiel (gegen Hannover 96) nicht berücksichtigt, wurde auch eine Woche zuvor beim KSC nur für acht Minuten eingesetzt. Josha Vagnoman hat bislang sogar nur zwei Minuten Spielzeit (gegen den VfL Bochum) für sich verbuchen können.


Harnik für Narey


Die Lösung Narey ergibt auch aus einer anderen Perspektive Sinn: Denn seine Planstelle auf Rechtsaußen könnte von Neuzugang Martin Harnik übernommen werden.


Auch die Worte von Sportvorstand Jonas Boldt weisen in diese Richtung: "Wir haben Martin auch aus dem Grund geholt, um gewappnet zu sein, wenn etwas passiert. Dieser Fall ist nun leider eingetreten. Durch Martin sind wir vielseitiger und können Dinge leichter auffangen." 


Und konkret nochmal zu möglichen Neuverpflichtungen befragt, sagte Boldt relativ deutlich: "Die Tendenz geht zurzeit dahin, dass wir nichts machen werden. Wichtig ist auch, jetzt nicht in Hektik zu verfallen, sondern die Ruhe zu bewahren." Die Ruhe soll also diesmal aus den eigenen Reihen kommen.