Im Sommer hieß es für Marc Stendera: Tschüss ​Frankfurt, hallo ​Hannover! Nach vielen Jahren und ​einigen Rückschlägen wechselte der 23-Jährige kurz vor Schließung des Transferfensters von seinem Jugendverein zum niedersächsischen Zweitligisten. Dort zeigt sich Stendera wieder erstarkt und frisch. Gegenüber der Bild gibt der Spieler nun auch zu, dass die letzten Monate in Frankfurt nicht einfach für ihn waren.


In der Länderspielpause stand der Mittelfeldspieler in zwei Testspielen bereits auf dem Platz. Insgesamt 60 Minuten kickte Stendera im neuen Trikot - so viel wie lange nicht mehr. "Die beiden Testspiele waren gut und wichtig für mich. Ich habe ja zuletzt nicht so viel gespielt. Da ist jeder Einsatz für mich eine Hilfe", so Stendera im Anschluss der Tests. Dass er endlich mal wieder auf dem Platz stand, sei mit Trainingseinheiten nicht zu vergleichen: "Es setzt Glücksgefühle frei."


Stendera heiß auf 96-Debüt: "Jetzt startet alles von neu"


In Frankfurt war das Eigengewächs nach schweren Verletzungen nicht mehr gefragt. So reichte es in sechs Saisons am Ende nur für 89 Pflichtspiele (fünf Tore, neun Vorlagen). In Hannover möchte der Spieler nun wieder neu angreifen: "Ich habe zuletzt in Frankfurt nie gespielt. Da ist irgendwann zum Schluss auch ein bisschen der Spaß verloren gegangen. Jetzt startet alles von neu." Stendera möchte sich im neuen Hannoveraner Umfeld beweisen und sich beim Trainer anbieten.


"Die Entscheidung stand schon länger fest, dass ich 96 machen möchte, wenn es sich ergibt", so Stendera. "Ich bin dankbar, dass es geklappt hat.“ Ob der technisch beschlagene Mittelfeldmann kommendes Wochenende im Spiel gegen Bielefeld direkt zum Einsatz kommt, ist allerdings fraglich. "Ich bin noch nicht auf dem Top-Niveau, auf dem ich im Spielrhythmus sein kann", so Stendera selbstkritisch. Zunächst sei es wichtig, "dass ich hart arbeite und Gas gebe." Wenn der Trainer ihn brauche, sei er auf jeden Fall bereit.