Nach den jüngsten Äußerungen des Barça-Präsidenten Josep Maria Bartomeu und von Neymars Vater hat sich nun auch Lionel Messi im Fall Neymar zu Wort gemeldet. Dabei kritisiert er die Verhandlungsweise der Katalanen. 


Neymars Wechseldrama im Sommer verlief nicht nach seinem Plan. Wochenlang buhlte er um einen Transfer zu seinem ehemaligen Verein, dem FC Barcelona. Vor mittlerweile zehn Tagen schloss das Transferfenster. Als Neymar aber noch immer in Paris war, wurde gespannt darauf geschaut, wie er diese Situation annimmt.


Bislang liefen derartige Szenarien nämlich anders ab. Bei seinem ersten Wechsel zum FC Barcelona hinterließ er durch abstruse Forderungen bei Jugendverein FC Santos verbrannte Erde. Im Nachhinein mussten die Katalanen deshalb sogar in einen Rechtsstreit ziehen. Auch sein Wechsel nach Paris war für die Beteiligten kein Alltagsgeschäft. Nach astronomischen Forderungen, wochenlangen Diskussionen und undurchsichtigen Statements landete der damals 25-Jährige schließlich in Paris. Für die Weltrekordablöse von 222 Millionen Euro.

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Vor zwei Jahren kostete Neymar noch 222 Millionen Euro



In diesem Sommer konnte er seinen Willen aber nicht durchsetzen. Barca-Boss Bartomeu beteuerte zwar, dass man ​alles ihnen Mögliche getan hätte, um den Flügelstürmer zurück nach Katalonien zu lotsen. Gleichzeitig schloss er allerdings einen möglichen Wechsel im Winter aus. Neymars Vater und gleichzeitiger Berater dementierte aber dies wiederum auch und sprach davon, dass die​ Barcelona-Verhandlungen noch nicht vorbei seien.


Das erneute Wechseltheater ging derweil auch an Barça-Kapitän Lionel Messi nicht spurlos vorbei. Der kritisierte in der spanischen Zeitung Sport die Verhandlungen der Blaugrana. Nicht, weil er Neymar nicht gern zurück im Camp Nou gesehen hätte. Im Gegenteil: "Ich hätte eine Rückkehr Neymars zu Barca sehr begrüßt. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob Barcelona alles dafür getan hat, um seinen Wechsel zu ermöglichen."


"Verhandlungen mit PSG sind nicht einfach"

Laut ​Messi seien Verhandlungen mit den Parisern "sicherlich nicht einfach", trotzdem sei er aber "enttäuscht, dass Neymar nicht gewechselt ist". Auf das aktuelle Team der Katalanen hält La Pulga aber große Stücke: "Wir haben ein spektakuläres Team, das jeden Wettbewerb gewinnen kann, auch ohne Neymar."


Jüngst kam auch zutage, dass der 32-Jährige eine Ausstiegsklausel habe, mittels welcher er die Blaugrana im kommenden Sommer ablösefrei verlassen könne. Vielleicht auch im Hinblick auf eine nachzuholende Neymar-Rückholaktion wurde der Argentinier, darauf angesprochen, deutlich: "Barcelona ist mein Zuhause und ich will es nicht verlassen. Aber ich will gewinnen."