Nachdem Kevin Trapp in der Vorsaison bereits ausgeliehen worden war, einigten sich Eintracht Frankfurt und Paris-Saint Germain in diesem Sommer auf einen ​festen Verbleib des Torhüters bei den Hessen. Zuletzt hatte es den Anschein gemacht, dass die Frankfurter dabei für den Keeper nur eine Art Notlösung waren. In einem Interview mit der BILD dementierte der 29-Jährige diese Gerüchte nun aber vehement.​


Auslöser der Spekulationen über eine angebliche Unzufriedenheit des dreifachen deutschen Nationalspielers war ein ​Auftritt der Nummer Eins der Adler im französischen Fernsehen gewesen. Das Gespräch mit der BILD nutze Trapp nun aber um einiges richtig zu stellen. "Ich bin irgendwie schockiert, dass das so dargestellt wurde. So sollte das auf keinen Fall rüberkommen", so der Schlussmann.


Im gleichen Atemzug räumte der Eintracht-Keeper ein, dass die vergangenen Monate für ihn von gewissen Unsicherheiten geprägt waren: "Nach dem Leih-Jahr in Frankfurt musste ich ja erst mal nach Paris zurück. Dort hatte ich noch Vertrag und bin das wie immer professionell angegangen. Es war zu dem Zeitpunkt gar nicht klar, was passieren würde." Die endgültige Entscheidungsgewalt habe zudem ohnehin nicht bei ihm allein gelegen, sondern auch bei den Vereinen: "Frankfurt muss mich wollen – Paris muss mich abgeben."


Trapp lagen auch andere Angebote vor


Dabei machte Trapp gegenüber dem Boulevardblatt keinen Hehl daraus, dass auch andere Vereine an ihm interessiert waren. "Ja, es gab andere Interessenten. Aber ab dem Zeitpunkt, als Paris dann offen war zu verhandeln, war für mich Frankfurt die Nummer 1. Das hatte ich hier den Verantwortlichen von Anfang an zu verstehen gegeben. Wir hatten in dieser Zeit auch immer Kontakt."


Dass die Eintracht für den 1,89-Meter-Schlaks dabei die favorisierte Lösung war, hat mehrere Gründe. So unterstrich Trapp, "die Wertschätzung" die ihm nicht nur von Seiten des Trainers Adi Hütter, sondern auch von seinen Teamkollegen und dem ganzen Umfeld entgegengebracht wurde. Zudem sei die Eintracht seiner Einschätzung nach, der Verein in Deutschland, der sich in den letzten drei Jahren "am besten entwickelt, der förmlich explodiert ist, sportlich und was das Image angeht​".


Trapp formuliert ambitionierte Ziele


Dass die Frankfurter im vergangenen Transfersommer mit Luka Jovic, Sebastien Haller und ​Ante Rebic gleich drei wichtige Spieler hatten abgeben müssen, sei zwar schade, unterm Strich sei es dank Sportvorstand Fredi Bobic aber gelungen, den Kader im Vergleich zur Vorsaison zu verbessern.


Das Spielerprofil von Kevin Trapp:

Position​TW​
​Alter​29
​Marktwert​10 Mio. Euro
​Vertragslaufzeit​30.06.2024
​Eintracht-Spiele​148
​Spiele ohne Gegentor​43

Bereits für diese Saison hat sich Trapp daher eine Menge vorgenommen und will sowohl in den Pokalwettbewerben als auch in der Bundesliga mit den Adlern eine gute Rolle spielen. Auf Sicht will der Routinier mit der Eintracht gar "Geschichte schreiben". Ein großer Traum des Torhüters wäre es mit den Frankfurtern eines Tages in der Champions League für Furore zu sorgen. Bis dahin sei es zwar noch ein langer Weg, die letztjährige Europa-League-Saison hatte aber eindrucksvoll aufgezeigt, welch enormes Potenzial in dem Verein steckt.​