Dass es gewaltigefinanzielle Unterschiede zwischen großen und eher kleineren Vereinen gibt, ist nicht neu. Das war so, das ist so, und das wird auch weiterhin so sein. In der italienischen Serie A passiert das allerdings auf einem ganz anderen Level: ​Juventus Turin übersteigt alle anderen Klubs in enormen Dimensionen.


Finanzielle Unterschiede sind normal. Dass es finanziell sehr starke, und eher schwache Vereine gibt, ebenfalls. In der Serie A jedoch kommt es mittlerweile zu starken Verschiebungen, was die Gehälter betrifft - auch durch eigene Gesetzgebungen. 


Vier Vereine so groß wie Ronaldo - Vier Klassen in der Serie A


Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, haben die Vereine Udinese Calcio, Brecia Calcio, Hellas Verona und SPAL jeweils ein kleineres Gesamtbudget, als das Gehalt, welches Cristiano Ronaldo (bis zu 31 Millionen Euro netto) bei Juve verdient. Natürlich ist "CR7" nochmal eine ganz andere Klasse Fußballer, der dementsprechend auch ganz andere Summen verdient, doch steht dieser Vergleich exemplarisch für die großen Unterschiede in Italien. 


Die Liga lässt sich in vier Gehaltsregionen unterteilen. So befinden sich neben den vier oben genannten Vereinen noch Parma, Lecce, Atalanta, Sampdoria und Sassuolo in der Kategorie "bis zu 39 Millionen Euro". Bis zu 72 Millionen Euro zahlen der FC Genua, der FC Turin und Lazio Rom. Nachfolgend schaffen es SSC Neapel, AC Mailand, Inter Mailand und AS Rom bis zu 139 Millionen Euro zu investieren. Ganz oben thront Juventus Turin, einsam und alleine: Bis zu 294 Millionen Euro - eine gänzlich andere Welt, vor allem, wenn man auf die zahlenmäßige Verteilung der jeweiligen Klubs schaut. 


Von der letzten Saison auf die aktuelle Spielzeit haben sich die Gehälter in der Serie A um satte 20,4 Prozent erhöht (transfermarkt). Grund für den rasanten Anstieg ist dabei vor allem eine neue Gesetzgebung, die es erleichtern soll, aus dem Ausland kommendes Fachpersonal zu locken. Dabei geht es um Steuererleichterungen, und dementsprechend ist es auch bei dem Faktor Gehalt ein massiver Vorteil und ein Grund für den Anstieg. 


Dass Juventus im nationalen Bereich das Non-Plus-Ultra ist, ist bei derartigen Zahlen natürlich keine Überraschung. Alleine Ronaldo bekommt schon seine 31 Millionen Euro, von Matthijs de Ligt mit rund acht Millionen (bis zu 12 Millionen mit Boni) Euro gefolgt. Auch Adrien Rabiot kann sich mit seinen sieben Millionen Euro drei warme Mahlzeiten leisten. Was haben alle gemeinsam? Richtig: Sie stehen alle bei Juve unter Vertrag.


Die Kaderwerte und Gehaltsbudgets im Überblick (2019/2020) nach Kaderwert

VereinBudgetKaderwertTop-VerdienerNetto-Gehalt
​1. Juventus Turin
​294864​Ronaldo​31​
​2. SSC Neapel​103​625.8​Koulibaly​6
​3. Inter Mailand​139​535.9​Lukaku​7.5
​4. AC Mailand​115​511​Donnarumma​6.0
​5. AS Rom​125​412.7​Dzeko​5.0
​6. Lazio Rom​72​292​M.-Savic​2.5
​7. Atalanta Bergamo ​36​252​Zapata​1.8
​8. AC Florenz​50​251​Ribéry​4.0
​9. FC Turin​54​231​Belotti​1.7
​10. Cagliari​44​169.5​Nainggolan​3.0
​11. Sassuolo​35​158.6​Berardi​1.0
​12. Sampdoria Genua ​36​155.4​Quagliarella​1.2
​13. Udinese Calcio ​30​147.5​De Paul​0.8
​14. FC Genua​40​137.9​Schöne​1.5
​15. FC Bologna​41​95.8​Destro​2.0
​16. Brescia​28​92​Balotelli​1.5
​17. Parma​31​86.4​Darmian​1.5
​18. SPAL​30​72.6​Petagna​1.2
​19. Hellas Verona​25​47.8​Pazzini​1.3
​20. US Lecce​32​46.4​Babacar​1.0

[Zahlen nach Gazzetta dello Sport]