Nach einem enttäuschenden Jahr in Dortmund wechselte Allrounder Marius Wolf leihweise zur Berliner Hertha. Dort wird der 24-Jährige seine etwas ins Stocken geratene Karriere wieder vorantreiben wollen. Tatsächlich erwecken die ersten Eindrücke Lust auf mehr.


Vor seinem ​Dortmunder Intermezzo gehörte Marius Wolf der ​Frankfurter Eintracht an. Er war Teil des Teams, das die ​Bayern in unnachahmlicher Manier im Pokalfinale schlug und den sagenhaften Aufschwung der Adler herbeiführte. Neben seiner Schnelligkeit und Dynamik ist er bekannt durch den mentalen Charakter seines Spiels. Folglich passten Frankfurt und Marius Wolf wie die Faust aufs Auge.


Dennoch wagte der ehemalige U20-Nationalspieler im vergangenen Sommer den Sprung zu Borussia Dortmund. Gemeinsam mit dessen Trainer Lucien Favre wollte er dem Team angehören, das die Bayern nach sechs missglückten Versuchen endlich wieder schlagen sollte.


Wolf bei der Hertha: Erst die Leihe, dann die Kaufoption?

Doch sportlich glücklich wurde er beim BVB nicht so recht. Obwohl der 1,87m große Mittelfeldspieler ein echter Allrounder ist, wurde er eher zur Notlösung als zum Heilsbringer degradiert. Nach nur 16 Bundesligapartien in Schwarz-Gelb zog es Wolf am Deadline Day in die Hauptstadt. Dort spielt er zunächst leihweise; ​Hertha BSC verfügt aber über eine Kaufoption in Höhe von 20 Millionen Euro.


Beraten durch seine engen Freunde Patrick Ebert und Prince Boateng, der sich u.a. einst öffentlich über Wolfs Nicht-Nominierung für die Nationalmannschaft beschwerte, wird der Mittelfeldspieler dort für Furore sorgen wollen. Auch Trainer Ante Covic (44) ist von seiner Einstellung und Qualität begeistert.

Ante Covic

Hertha-Trainer Covic ist begeistert von Wolfs Qualitäten



Nur acht Tage nach seiner Ankunft sprach der ihm in der BILD jüngst sogar eine Startplatzgarantie für die kommende Partie gegen ​Mainz 05 zu. „Seine Flanken und sein Antritt sind sensationell, er ist eine echte Bereicherung für unser Team.“ Wolf dürfte das nach der tristen Zeit in Dortmund wohl gern hören.


Frust schwingt beim Mittelfeldtalent aber nicht mit. „Ich brenne, ich bin heiß, ich will endlich wieder kicken und alles fürs Team raushauen.“ Gemeinsam mit seinen Teamkollegen und seinen gefürchteten Flanken soll er der zuletzt schwachen Hertha zu mehr Torgefahr verhelfen. Das Motto dürfte dabei das Gleiche wie schon bei seiner Trikotvorstellung sein: „Lass den Wolf los!“