​​BVB-Boss Hans-Joachim Watzke wurde in den 24-köpfigen Vorstand der Europäischen Klubvereinigung ECA gewählt. Bayer 04 Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro hatte in Absprache mit Watzke nicht kandidiert und wurde stattdessen für das Wettbewerbskomitee nominiert.


Mit insgesamt drei deutschen Vertretern - Watzke, Carro und Michael Gerlinger (Bayern München) - arbeiten die ECA künftig. Hauptaufgabe des Verbandes der Europäischen Klubvereinigung ist die Strukturierung und Gestaltung der europäischen Vereinswettbewerbe. Watzke und weitere deutsche Schlüsselfiguren hatten sich entschieden gegen die angestrebten Reformen im Europapokal gestellt.


Champions-League-Reform im Fokus


Angestrebt wird die Reform für das Jahr 2024, unter der Leitung von ECA-Boss Andrea Agnelli. "Der europäische Vereins-Fußball steht vor bedeutenden Weichenstellungen. Es wird darauf ankommen, unterschiedliche Interessen zu bündeln und tragfähige Lösungen für alle Beteiligten zu finden. Diese Komplexität liegt mir, ich mag solche Herausforderungen und möchte in meiner Rolle einen Beitrag leisten - im Namen von Bayer 04 Leverkusen, für den deutschen Fußball und gemeinsam mit unseren Mitstreitern aus der Bundesliga", wird Fernando Carro von Sky zitiert.


Richtungsweisend sind die geplanten Reformen der ECA allemal: Umrissen würde der Reformplan bedeuten, dass die ​Champions League zu einem exklusiven Wettbewerb aus gesetzten Mannschaften wird. Die finale Entscheidung darüber wird das Exekutivkomitee treffen, das nach dem Rücktritt von Reinhard Grindel keinen deutschen Vertreter mehr hat. Watzkes Sitz im Vorstand gilt bis 2023.