​Lange nicht mehr gehört oder gelesen, diesen Begriff. Aber wenn ein Terminus die Situation des BVB in diesen Tagen perfekt beschreibt, dann dieser: Woche der Wahrheit. 


BVB vor schwerer Aufgabe: Ungeschlagene Leverkusener zu Gast


Am kommenden Samstag geht es los: Die Borussen empfangen im heimischen Signal Iduna-Park den Meisterschaftsmitfavoriten ​Bayer LeverkusenDie Rheinländer kommen mit der Empfehlung, in den ersten drei Spielen keine Niederlage kassiert zu haben. Bei einem Programm mit einem auswärtigen Lokal-Derby (Düsseldorf), einem immer schwer einzuschätzenden (und offensichtlich recht starken) Aufsteiger namens Paderborn sowie der immer unangenehm zu spielenden TSG Hoffenheim, kann man da erstmal nicht meckern.

 

Der BVB ist da ungleich schwerfälliger aus den Startlöchern gekommen. Was der 5:1-Kantersieg gegen Augsburg am ersten Spieltag sportlich wert war, kann man an der aktuellen Tabelle ablesen: nicht viel. Denn die Schwaben sind mit nur einem Punkt Drittletzter. Kaum besser, mit nur zwei Zählern mehr, rangiert der zweite Gegner der Dortmunder, der 1.FC Köln, auf dem vierzehnten Rang. Und gegen die Domstädter lagen die Schwarz-Gelben bis zwanzig Minuten vor Schluss, und keinesfalls unverdient, zurück. 


Der tabellarisch beste Gegner, Union Berlin, war dann schon zuviel für den BVB. Zweifel, dass jetzt ausgerechnet gegen die spielstarken Leverkusener der Bock umgestoßen wird, sind durchaus angebracht. 


Champions-League-Kracher gegen Barça als Intermezzo


Doch eine Niederlage könnte verheerende Folgen haben: denn es ist ja die Woche der Wahrheit. Schon vier Tage nach dem Heimspiel gegen Leverkusen, kommt noch mal ein ganz anderes Kaliber in den Signal Iduna-Park. Am Dienstag gibt sich der große ​FC Barcelona die Ehre. Zugegeben: der "Messi-As" wird nicht mit von der Partie sein. Aber andere Großkaliber wie Ousmane Dembéle, Luís Suárez oder Antoine Griezmann. 


Eintracht Frankfurt als krönender Abschluss für den BVB


Und kaum hat man sich von den zu erwartenden Strapazen gegen diesen Gegner erholt, wartet am Sonntag, am Ende dieser Woche der Wahrheit, die ​Frankfurter Eintracht in ihrer Commerzbank-Arena. Die Hessen sind bekanntlich recht heimstark. Drei absolute Prüfungen für diese BVB-Mannschaft. Kaffeesatzleserei hier irgendwelche Prognosen abzugeben. Doch die Gefahr, schon zu diesem relativ frühen Zeitpunkt der Saison den Anschluss zu verlieren, ist durchaus gegeben.


 Im letzten Jahr schwebte der BVB vom ersten Spieltag an auf einer Erfolgswelle, die ihn Woche um Woche trug. Bis zum Düsseldorf-Spiel. Sollte gegen Leverkusen und Frankfurt nicht gewonnen werden, könnten in diesem Jahr gegensätzliche Entwicklungen einsetzen und die Dortmunder schon nach fünf Spieltagen gezwungen sein, die Ferngläser herauszuholen, um die enteilte Konkurrenz weiterhin im Blickfeld zu haben.