​An kommenden Wochenende ist wieder ​Bundesliga-Fußball angesagt. Zwischen ​Union Berlin und dem ​SV Werder Bremen kommt es dabei zu einer interessanten Partie. Der 28-jährige Felix Kroos kennte beide Vereine bestens und freut sich auf das Wiedersehen. Doch auch langfristig könnte er sich eine Rückkehr an die Weser vorstellen.


Mit 28 Jahren ist Felix Kroos im besten Alter, dazu hat er von der Fußballwelt in Deutschland schon viel mitbekommen. Seit mehr als drei Jahren läuft der Mittelfeldspieler nun für Union Berlin auf und feierte vor dem Sommer den Aufstieg in die Bundesliga. Bereits am vierten Spieltag kommt es dabei zum Wiedersehen mit seinem langjährigen Ex-Klub Werder.


Im Interview mit der Bild berichtet der Profi, dass er sich auf die kommende Partie richtig freut: "Der Verein bedeutet mir immer noch sehr viel. Ich bin dort 'erwachsen‘ geworden, habe die größte Anzahl meiner Bundesligaspiele für Bremen gemacht. Es ist schon etwas Besonderes, jetzt das erste Mal gegen Werder zu spielen." Fast sechs Jahre war Kroos für Werder aufgelaufen.


Kroos' Statistiken für Werder & Union

TeamSpieleToreVorlagen
​Werder Bremen​701​3​
​Union Berlin101​​8​13


Der Kontakt zu seinem ersten Profi-Klub ist immer noch sehr intensiv, mit einigen Akteuren wie Philipp Bargfrede sei er weiterhin eng befreundet. In Bremen fand er nicht nur das Fußball-Glück, sondern auch private Erfüllung. Gemeinsam mit seiner Frau will er sich nach seiner aktiven Karriere dort niederlassen und vielleicht zu Werder zurückkehren.


"Ich kann mir schon vorstellen, etwas bei Werder zu machen. Vielleicht im Management, alles ist vorstellbar. Aber noch ist das ja alles weit weg. Ich bin erst 28", so Kroos. "Mit Werder gesprochen habe ich noch nicht." Sicher ist, dass ihm der Verein sicherlich eine Chance geben würde. Immerhin klappte es in seinen ersten Jahren schon gut.  Mit Highlights wie dem ersten Champions-League-Spiel ist Kroos immer noch stark mit dem SVW verbunden.


Union vs. Werder: Wegweisende Partie


Die kommende Partie will er mit seinen Eisernen allerdings gewinnen, um die gute Frühform zu bestätigen. Gegen hungrige Bremer, die zum Siegen verdammt sind, wird es aber nicht einfach. Noch ist nicht klar, welche Rolle Kroos dabei spielen kann. Denn zu Beginn der Saison musste er seinen Stammplatz einbüßen. 


"In der Vorbereitung war ich leider zwei Wochen krank, habe eine wichtige Phase verpasst. Klar ist mein Ziel, zu spielen. Ich will die Chance nutzen, wenn ich sie bekomme. Aber ich versuche auch außerhalb des Platzes Verantwortung zu übernehmen. Nur wenn die Leute mitziehen, die nicht so oft spielen, kannst du erfolgreich sein. Das habe ich in der letzten Saison gelernt", erklärt der kleine Bruder von Toni. Doch vielleicht könnte er eben aufgrund seiner guten Kenntnisse über die Grün-Weißen zum Einsatz kommen.

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Kroos fühlte sich bei Werder sehr wohl



Kroos ist bei seinem Klub ohnehin sehr glücklich und schätzt den großen Rückhalt der Anhänger: "Union ist wie ein Lebensgefühl. Für viele Fans ist es der Lebensinhalt. Der Zusammenhalt ist groß, die Fan-Kultur überragend."


Doch er bestätigt, dass beide Vereine mehr gemeinsam haben, als man denkt: "Jeder Verein will das für sich beanspruchen, aber ich habe schon das Gefühl, dass es in Berlin und auch in Bremen wirklich gelebt wird. Es bedeutet mir sehr viel und macht mich stolz, dass ich mit diesen beiden Vereinen Bundesliga spielen durfte und darf." In die kommende Partie geht der 28-Jährige also mit vielen Emotionen, kämpft aber trotzdem um die drei Zähler mit Union.