​Seit nunmehr 14 Jahren leitet ​Hans-Joachim Watzke als Geschäftsführer die Geschicke von ​Borussia Dortmund. Dabei gelang es dem mittlerweile 60-Jährigen, aus einem hoch verschuldeten Klub mit viel Fleiß und auch einem gewissen Quäntchen Glück wieder einen liquiden Meisterschaftsanwärter zu formen. Für diesen Einsatz wird der Fußballbesessene aber auch fürstlich entlohnt.


So wurde bereits im vergangenen Jahr ​das Gehalt des BVB-Machers veröffentlicht. Da die Borussen als einziges Team in der Bundesliga börsennotiert sind, muss der Traditionsverein die Gehälter für ihre Führungskräfte öffentlich machen. 


Aus dem Zahlenwerk ging dabei hervor, dass Watze in der Saison 2017/18 ein Grundgehalt von 1,767 Millionen Euro einstreichen konnte.

Hans-Joachim Watzke

Watzke will dem BVB auch in Zukunft treu bleiben



Da der Anführer der Schwarz-Gelben zudem Bonuszahlungen von satten 788.000 Euro kassierte, durfte er sich schlussendlich über die ausgeschüttete Summe von über 2,5 Millionen Euro freuen. 


Auch seine Geschäftsführer-Kollegen müssen nicht gerade am Hungertuch nagen. So erhielt Finanz-Chef Thomas Treß inklusive Boni über 1,1 Millionen Euro und auch Marketing-Boss Carsten Cramer konnte für sich satte 636.000 Euro verbuchen.


Echte Liebe darf sich auch lohnen


Wenn man sich aber vor Augen führt, dass die Dortmunder im Geschäftsjahr 2017/18 einen Umsatzrekord von 536 Millionen Euro erzielen konnten, erscheinen die Gehälter der Führungsebene längst nicht mehr so abgehoben. Im Vergleich zu dem Jahressalär von manchen Spielern erscheint das Preis-Leistungs-Verhältnis ohnehin deutlich angemessener.


In der vergangenen Saison ging der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 14,3 Prozent zurück. Auch der Umsatz sank um neun Prozent auf nunmehr 490 Millionen Euro. Zahlen, inwiefern die Gehälter des Führungs-Trios durch diese Einbußen beeinflusst wurden, liegen noch nicht vor.


Watzke: Kein anderer Verein ein Thema


Am Ende des Tages spielt Geld für Watzke nach eigenen Aussagen nur eine untergeordnete Rolle. So hatte der BVB-Boss im Juni dieses Jahres anlässlich seines 60. Geburtstags laut boerse-online.de zum wiederholten Male betont, dass er "einzig und allein auf Borussia Dortmund" Lust habe.


Selbst wenn ein noch finanzkräftiger Klub an ihn herantreten und ihm beispielsweise ein doppeltes Gehalt anbieten würde, sei eine sofortige Absage gewiss. Dies gelte ausdrücklich für "jeden Klub auf der Welt". 


Das aktuelle Arbeitspapier von Watzke läuft Ende 2022 aus, ob und wie es für den Reformator der Dortmunder dann bei seinem Herzensklub weitergeht, ist noch offen. Analog zu ​Uli Hoeneß beim FC Bayern München würde Watzke in Dortmund aber im Falle eines Rücktritts definitiv eine kaum zu füllende Lücke hinterlassen.