​Zusammen bringen sie es auf 544 Bundesligaspiele mit 122 Toren. Damit verfügen Aaron Hunt (33) und ​Martin Harnik (32) über mehr Erstligaerfahrung als der gesamte Kader des kommenden Gegners ​FC St. Pauli (insgesamt 155 Spiele im Oberhaus). Doch eine Garantie für einen Einsatz beim Derby am 16. September (20.30 Uhr) ist das auch nicht. 


Beim Testspiel am vergangenen Donnerstag standen die beiden Routiniers zum ersten Mal gemeinsam auf dem Platz. Hunt feierte dabei sein Startelf-Comeback und blieb 75 Minuten auf dem Feld. Vor allem merkte man ihm noch die fehlende Spritzigkeit an. Sein Trainer Dieter Hecking sah dies genauso. "Aaron war drei Wochen raus. Ich kenne es von ihm, dass er nach einer Verletzung erst ein bisschen Anlaufzeit braucht", wird der Übungsleiter von der Hamburger Morgenpost zitiert. "Es war gut, dass er im Test beschwerdefrei gespielt hat. Ganz wichtig wird jetzt die nächste Woche für ihn. Es geht darum: wie spritzig ist er? Wie dominant tritt er auch wieder im Training auf."


Hecking lässt sich nicht in die Karten schauen


Spritzigkeit und Dominanz also. Zwei Dinge, die dem Edeltechniker auch in seinen guten Phasen bei den Rothosen immer mal wieder ein wenig abgesprochen wurden. Und auch Martin Harnik ist trotz seines gelungenen Debüts, Ausgleichstreffer inklusive, nicht automatisch für das Duell gegen den Stadtrivalen nominiert. 


"Die anderen haben es zuletzt gut gemacht"


Auch bei dieser Personalie hält sich Hecking, ganz erfahrener Trainer, bedeckt: "Die anderen haben es zuletzt gut gemacht. Das wird immer wieder ein schmaler Grat. Man muss abwägen, ob man den Überraschungseffekt und die besondere Motivation nimmt oder denjenigen weiterhin das Vertrauen gibt, die es in den ersten fünf Spielen sehr gut gemacht haben." 

Bis zum Derby-Tag hat Hecking noch eine knappe Woche Zeit, sich Gedanken zu machen. Und Hunt und Harnik, um sich bei ihm im Training aufzudrängen.