​Mit seiner Verpflichtung wolle der ​BVB den Weggang von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona wenigstens zu einem Teil kompensieren. Doch das Gastspiel des ​Andriy Yarmolenko bei den Borussen geriet zum Desaster. Jetzt sprach der Ukrainer über die Begleitumstände seines Abschieds aus Dortmund. 


Nach einem Jahr beim BVB war schon wieder Schluss


25 Millionen Euro ließ sich der BVB im Sommer 2017 die Dienste von Yarmolenko kosten. Natürlich wusste jeder rund um den Signal Iduna-Park, dass Yarmolenko kein neuer Dembélé werden würde. Schon aufgrund völlig unterschiedlicher körperlicher Voraussetzungen.

Doch dass seine Zeit in Westfalen dann so kurz werden würde, habe auch er selbst nicht erwartet.


Sicherlich auch diversen Verletzungen geschuldet, kam der 29-jährige Stürmer bei der Borussia nie richtig in die Puschen. In 26 Pflichtspielen für Schwatz-Gelb traf er sechsmal. Keine wirklich überragende Quote für einen sogenannten Torjäger. 


Auch in England vom Verletzungspech verfolgt


Der jetzt aber, bei seinem neuen Klub West Ham, neu durchstarten will. Denn auch in London blieb ihm das Verletzungspech zunächst treu. Im Oktober 2018 riss seine Achillessehne: neun Monate Pause. 


Erst im August dieses Jahres gab er sein Comeback. Und am letzten Spieltag der Premier League, vor gut zehn Tagen, klappte es endlich auch mit dem erlösenden Treffer. "Einer der wichtigsten Treffer meiner Karriere", gab ein strahlender Yarmolenko dem ukrainischen Sender Sport.ua zu Protokoll. 


Angesprochen auf sein Ende beim BVB sagte Yarmolenko: "Ich bin kein Mädchen, das beleidigt ist. Aber die Art, wie sie sich von mir getrennt haben, gefiel mir nicht. Ich glaube, dass Borussia ein großartiger Verein ist und von den Spielern, die in der Mannschaft spielen, mit großem Respekt bedacht werden sollte. In Dortmund hat mir nicht viel gefallen. Wenn Sie es mit England vergleichen, dann gibt es eine viel bessere Einstellung zu den Spielern." 


Detaillieren konnte (oder wollte) der Stürmer sein Urteil nicht. Doch gab es durchaus auch positive Dinge während seines Aufenthalts im Kohlenpott. Die Leidenschaft der Fans zum Beispiel, die unabhängig ist vom Ausgang des jeweiligen Spiels: "Jedes Spiel, auch ein verlorenes, ist ein Erlebnis!" 


Dennoch: Den Schritt nach England scheint ​Yarmolenko keine Sekunde zu bereuen. Und sprach diesbezüglich auch "weiche" Faktoren an, wie die Stimmung innerhalb der Kabine, die für ihn in England generell besser sei als in Deutschland. Außerdem möge er die Briten, weil "sie eine ähnliche Mentalität in Bezug auf Humor und Witze haben". 


Wenn seinem Tor gegen Norwich noch weitere in den kommenden Wochen folgen, dürften die Hammers und Yarmolenko noch genug Grund zum Lachen haben.