Wer ​Real Madrid und die dort verantwortlich Handelnden kennt, weiß, dass dieser Klub sich nur ungern (und äußerst selten) davon abbringen lässt, seine selbstgesteckten Ziele zu erreichen. ​Kylian Mbappé ist so ein Ziel. Ihn schon in diesem Jahr zu verpflichten, schlug letztlich fehl. Doch spätestens im nächsten Jahr soll es klappen. 


Aktuell zweitteuerster Spieler der Fußballgeschichte 


In Summe ist Kylian Mbappé der zweitteuerste Spieler der Fußballgeschichte. Paris St.Germain bezahlte für das 20-jährige Wunderkind insgesamt 180 Millionen an die AS Monaco (45 Millionen Leihgebühr im Jahr 2017 zuzüglich 135 Millionen im vergangenen Jahr, als der Angreifer definitiv zum französischen Champion wechselte). 

Das Selbstverständnis von ​Real Madrid, und zwar seit den Zeiten des seligen Santiago Bernabéu, war und ist es, die weltweit besten Spieler in die spanische Hauptstadt zu locken. Ein Blick in die Vereinschronik beweist, dass ihnen dies, bis auf wenige Ausnahmen, bis heute ganz gut gelungen ist. Ob Ronaldo Nazario da Lima oder Figo, ob Zidane oder Cristiano Ronaldo - in der Kabine der Königlichen tummelten sich in den vergangenen Jahrzehnten immer eine Handvoll der Allerbesten dieses Sports. 


Bei Neymar ist Real nicht in die Vollen gegangen


In diesem Sommer war vor allem Mbappés brasilianischer Sturmpartner das Objekt der Begierde - in Barcelona und in Madrid. Am Ende konnte sich Real Madrid, genau wie sein Erzrivale aus Katalonien, nicht mit einer für PSG befriedigenden Offerte durchsetzen. 

Wenn sie es denn überhaupt wirklich seriös verfolgt haben. 

Hinter vorgehaltener Hand heißt es in Madrid, dass das "Interesse" der Weißen nur vorgespielt war und dem Zeck diente, den Spieler für Barça noch teurer werden zu lassen. Innerhalb der Real-Gemeinde gab es nämlich ganz erheblichen Widerstand gegen seine Verpflichtung.

Doch im nächsten Jahr darf man von erneuten Verhandlungen zwischen PSG und Real ausgehen - dann jedoch in der Personalie Kylian Mbappé. 

Der Weltmeister von 2018 hat mit seinen eindeutig zweideutigen Aussagen im Sommer die Spekulationen selbst angeheizt, als er kryptisch von dem Moment sprach, " vielleicht neue Herausforderungen anzunehmen". 

Dies geschehe hoffentlich in Paris, so Mbappé damals. Aber wenn nicht, dann halt woanders. Ein exklusiver Treueschwur gegenüber dem aktuellen Arbeitgeber hört sich anders an. Mbappés Vertrag bei PSG läuft noch bis 2022. Gerne hätte PSG-Sportdirektor Leonardo das Arbeitspapier schon in diesem Jahr ausgeweitet - doch da spielt der Spieler nicht mit. 

Entsprechend kann es niemanden verwundern, dass so gut wie alle spanischen Sport-Gazetten, von as über Marca (beide in Madrid ansässig)  bis Sport (Katalonien) von einem neuen Anlauf der Königlichen in dieser Personalie berichten. 


Neymars Rekord wird nächstes Jahr fallen


Der soll im nächsten Sommer geschehen. Alles andere wäre auch nicht real-like. Die Besten müssen im Estadio Santiago Bernabéu spielen. Und spielen sie trotzdem dummerweise für die Konkurrenz, muss man sie eben davon überzeugen, nach Madrid zu kommen. 

Dann wird Geld auch schnell mal zur Nebensache in der Avenida Concha Espina. Hauptsache Real hat seinen Galaktischen. Oder Stratosphärischen. Oder wie immer man ihn dann bezeichnen will. Trikots und andere Fan-Artikel lassen sich mit ihm ja schon vom ersten Tag an verkaufen. 

Und wenn ein Spieler derart "mitspielt", wie es Mbappé ganz offensichtlich tut, wird die Arbeit für die Madrider Macher noch einfacher. 

Aktuell liegt Neymar mit 222 Millionen Ablöse (die die PSG im Sommer 2017 nach Barcelona überwies) immer noch auf dem ersten Platz der Rekordtransfers. Man kann davon ausgehen, dass diese Marke im September kommenden Jahres keinen Bestand mehr haben wird.