Bereits in der vergangenen Saison war Kevin Trapp leihweise bei Eintracht Fankfurt. Dreieinhalb Jahre nach seinem Abgang von den Adlern war er vorübergehend wieder in der Commerzbank-Arena. Danach sollte es für den 29-Jährigen aber zurück zu Heimverein Paris Saint-Germain gehen. Doch dort war man von seinem Verbleib nur wenig angetan.


Die Euphorie in Mainhattan war groß, als Sportdirektor Fredi Bobic im August 2018 Torhüter Kevin Trapp vorstellte. Von 2012 bis 2015 stand der gebürtige Merziger bereits zwischen den ​Frankfurter Pfosten, ehe er für 9,5 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain wechselte.


Unter dem damaligen Trainer Unai Emery wurde Trapp zunächst als Stammtorhüter eingesetzt, ehe ihm Alphonse Areola den Rang ablief. Als zu Beginn der vergangenen Saison Torwart-Ikone Gianluigi Buffon vorgestellt wurde, schienen weitere Einsatzzeiten für Trapp in unerreichbarer Ferne.


Trapps Leihe war eine Win-Win-Win-Situation

Seine Leihe nach Frankfurt kurbelte die Karriere unterdessen wieder an. Dort suchte man händeringend nach einer Verstärkung im Tor. Nach dem ​Leverkusen-Abgang von Lukas Hradecky sah man sich mit Frederik Rönnow, gerade für die Euro League, nicht ausreichend abgesichert.


Trapps Leihe war allerdings zeitlich begrenzt. Nach einer Saison sollte es für den dreifachen Nationaltorhüter zurück zu Neymar und Konsorten gehen. Mit PSG-Coach Thomas Tuchel und dem ehemaligen Sportdirektor Antero Henrique war dies zudem offen kommuniziert worden. Man wollte nach der Leihe und dem zwischenzeitlichen Buffon-Abgang einen fairen Konkurrenzkampf zwischen Areola und Trapp gestalten.


Bei PSG suchte man einen anderen Keeper

Dazu gekommen ist es aber nicht. Henrique stand in der Kritik und wurde durch Leonardo als Sportdirektor ersetzt. Wie Kevin Trapp zu diesem Zeitpunkt bereits wusste, hatte dieser andere Pläne mit ihm, erklärte er in der L’Équipe: "Ich wusste, dass der Verein andere Ideen hat und einen anderen Torhüter sucht.“

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Wechselte von der spanischen in die französische Hauptstadt: Keylor Navas


Mit Keylor Navas (32), der im Tauschge​schäft mit Alphonse Areola nach Paris kam und Marcin Bulka (19, ehemals ​FC Chelsea) hat Paris nun zwei Torhüter vorgestellt, die an Trapps Stelle das Gehäuse im Parc des Princes fortan hüten werden. Dieser wechselte schließlich in diesem Sommer für sieben Millionen Euro fest zurück an den Main.


Trapp selbst denkt darüber mit gemischten Gefühlen. "Der Konkurrenzkampf mit Areola hätte mich nicht gestört, denn ich wollte in Paris bleiben.“ Enttäuschung verspüre der 29-Jährige aber nicht: "Es ist das falsche Wort. Ich bin jetzt in einem wachsenden Verein, den ich bereits sehr gut kenne.“