​Das Fußball-Geschäft kann manchmal brutal sein. Für viele Profis und junge Talente endet der Traum vom Profi-Fußball bereits früh, da sie immer wieder zwischen Perspektivlosigkeit und dem fehlenden Durchbruch stehen. Wir zeigen euch, welche ehemaligen ​Werder-Akteure heute nur noch unterklassig unterwegs sind.


Levent Aycicek

Mirko Dickhaut,Levent Aycicek

​Zwischenzeitlich galt Levent Aycicek als eines der größten Talente im deutsche Fußball. Der SV Werder Bremen steckte viel Geduld in die Ausbildung des Mittelfeldspielers, doch diese wurde letztendlich nicht belohnt. Heute sieht die Situation rund um den 25-Jährigen ganz anders aus. Seine insgesamt 13 ​Bundesliga-Einsätze sind schon seit längerem vergessen.


Über den Umweg ​Greuther Fürth führte sein Weg in die Türkei, allerdings nur in die zweite Liga. Bei Adana Demirspor ist er aber auch nicht mehr als ein Reservist. Um seine Karriere noch einmal ins Rollen zu bringen, braucht es für Aycicek fast schon ein Wunder.


Raif Husic

Raif Husic

Als großes Talent galt im Kasten lange der hervorragend ausgebildete Raif Husic. Seine Einsätze in der deutsche U-Nationalmannschaft belegten sein großes Potential, doch bei Werder reichte es nur selten für eine Nominierung in den Ligakader. In der zweiten Mannschaft kam er dann immer wieder zum Einsatz, wechselte dann allerdings zum VfR Aalen. 


Heute spielt er wieder bei seinem Jugendklub, Zusmarshausen. Doch von seiner großen Zukunft ist nichts mehr zu sehen. Mit gerade einmal 23 Jahren steht seine Karriere vor dem Aus.


Sebastian Boenisch

Sebastian Boenisch

Der Name Sebastian Boenisch ist jedem Bundesliga-Fan ein Begriff. Lange Zeit spielte der Verteidiger bei Bremen und Leverkusen. Insgesamt bringt er es dabei auf 124 Ligaspiele, 84 davon für den SVW. Selbst in der polnischen Nationalmannschaft stand er 14 Mal auf dem Platz, mit nun 32 Jahren scheint er aber keine Perspektive mehr zu haben.


Momentan lässt er seine Karriere in Österreich ausklingen. Beim Floridsdorfer AC dürfte er in der zweiten Liga allerdings nicht mehr für große Aufmerksamkeit sorgen.


Pedrag Stevanović

Nils Petersen

Einst galt der Serbe Pedrag Stevanović als großes Talent, vor allem bei ​Schalke 04 genoss er eine erstklassige Ausbildung.​ 2011 kam dann der Wechsel zu Werder, wo er sein Potential weiter ausschöpfen sollte. Doch seine Statistiken für die Grün-Weißen waren mehr als dürftig, nur drei Erstliga-Spiele sprechen für eine Qualität, die nicht für die Bundesliga ausreichte.


Danach folgte der steile Fall von Stevanovic, der über die Regionalliga in die Bezirksliga führte. Beim Vogelheimer SV will er nun sein Glück versuchen, doch auf der großen Fußballbühne wird man ihn nie wieder sehen.


Marcelo Moreno

Marcelo Moreno

​Marcelon Moreno ist bis heute einer der besten Spieler aus Bolivien überhaupt. Einige Erfolge sammelte Moreno in seiner Karriere auch ein, bei Werder war er davon allerdings weit weg. Nur fünf Ligaeinsätze standen in seiner Werder-Zeit zu Buche, bereits nach einem halben Jahr endete das Abenteuer in Bremen.


Über zahlreiche Stationen führte sein Weg nun nach China, ein angenehmes Karriereende dürfte allerdings anders aussehen. Denn in der zweiten Liga reicht es für den 32-Jährigen lediglich zu einer Menge Belanglosigkeit.


Robert Paul

Fussball: Regionalliga Nord 04/05, HSV (A)-SV Werder Bremen (A)

Zwei Jahre lang war Robert Paul ein Teil der Bremer Nachwuchs-Akademie, konnte allerdings überhaupt nicht für einen bleibenden Eindruck sorgen. Im Blick auf seine gesamte Karriere war dies eher ein Ausreißer nach oben, denn über die dritte Liga hinaus schaffte es Paul nie. 


Heute läuft der 34-Jährige in der Thüringenliga auf. Seine ehemalige Bestimmung ist für ihn heute also nur etwas mehr als ein spaßiges Hobby.


Jelle Van Damme

Jelle Van Damme,Mohamed Zidan

​In Belgien geboren, in der Niederlande und Deutschland ausgebildet: Die Karriere von Jelle Van Damme sollte noch einiges bereit halten, doch in Bremen war er weit weg von irgendeinem Durchbruch. Nur acht Einsätze in der Bundesliga standen für ihn nach einem Jahr zu Buche, sein großes Potential konnte er dabei nie abrufen. Thomas Schaaf rangierte ihn dann schnell aus, kurz darauf ging es zum RSC Anderlecht nach Belgien.


Fünf Titel konnte er dort feiern, wichtiger war allerdings sein persönlicher Aufstieg. Über einen Umweg nach England und die USA führte sein Weg nun in die zweite belgische Liga. Beim KSC Lokeren kann er seine Karriere nun auslaufen lassen.


Wesley

Wesley

In Bremen ist der Brasilianer Wesley vor allem als einer der größten Flops überhaupt bekannt. 2010 wurde er als vielversprechender ​Profi verpflichtet und sollte das Mittelfeld verstärken, doch nur 26 Bundesligaspiele nach zwei Jahren waren weit unter den Erwartungen. Seine Leistungen waren nicht gut, jeder fragte sich wo denn das große Potential bleibt.


Auch in den Folgejahren konnte Wesley nur noch in Brasilien Fuß fassen, doch mehr als durchschnittliche Leistungen brachten er auch dort nicht. Nun versucht er in der zweiten brasilianischen Liga noch einmal in die Spur zu finden, doch wenig spricht für ein Comeback auf die große Bühne. 


Kevin Artmann

Kevin Artmann

Ein Einsatz in der Bundesliga blieb Kevin Artmann bis heute verwehrt. Immerhin saß er ein paar Mal auf der Bank, ansonsten repräsentierte ​er die Grün-Weißen in der Dritten Liga. Über die Rehden zog es ihn im Sommer in die Bremenliga zum Brinkumer SV. Seine Qualitäten und die große Perspektive gehören allerdings der Vergangenheit an.