​Die Top-Klubs aus Europa könnten gerne immer wieder auf die Länderspielpause verzichten, denn für ihre Spieler stellt es stets ein Verletzungsrisiko dar. Nun muss sich womöglich der ​FC Bayern München Sorgen um Lucas Hernández machen. Der Verteidiger wurde nach einem Zusammenstoß ausgewechselt.


Das EM-Qualifikations-Duell gegen Albanien gewann Frankreich zwar souverän mit 4:1, doch einen Verlust mussten Les Bleus trotzdem hinnehmen. Kurz vor dem Ende musste Linksverteidiger Lucas Hernandez nämlich ausgewechselt werden. Nach einem Zusammenprall scheint er sich an den Rippen verletzt zu haben, aus Vorsicht verließ er das Feld dann früher.


Bis dahin spielte der Defensiv-Mann eine gute Partie. Eine Vorlage sowie ein herausgeholter Elfmeter standen zu Buche, die linke Seite beackerte er stets mit viel Aufwand. Doch die Franzosen müssen womöglich erst einmal auf ihn verzichten. Denn in der 79. Minute ging es für ihn nicht mehr weiter.


"Er bekam einen Schlag auf die Rippen. Er hatte etwas Atemnot", sagte der Nationaltrainer Didier Deschamps etwas zurückhaltend. Die Auswechslung sollte dann natürlich vor allem das Risiko auf eine schlimmere Blessur verringern. Eine eindeutige Klarheit gibt es allerdings nicht, denn der 23-Jährige klagte über große Schmerzen. 


Nach seiner langwierigen Verletzung am Innenband im Vorjahr könnte er nun erneut ausfallen. Eine erste Diagnose blieb noch aus, doch vor allem ein Rippenbruch könnte zu mehreren Wochen Ausfallzeit führen. Deswegen bleiben die Sorgen bei der Nationalmannschaft und den Bayern bestehen. Doch genauso schnell könnte sich die Blessur als wenig besorgniserregend herausstellen. Sein Einsatz gegen Andorra ist in jedem Fall fraglich.