Hannover 96 kämpft um Märchen-Stürmer Hendrik Weydandt. Der Vertrag des 24-Jährigen läuft im kommenden Sommer aus, eine Einigung haben beide Parteien laut Sportbuzzer noch nicht erzielt. Kampflos werden die 96er die Verhandlungen aber nicht aufgeben.

In einer trostlosen Saison, die für die Hannoveraner mit dem Abstieg endete, war Weydandt einer der wenigen Lichtblicke. Der Stürmer, nach seinem Wechsel vom 1. FC Germania Egestorf/Langreder eigentlich für die zweite Mannschaft eingeplant, überzeugte Cheftrainer André Breitenreiter in der Vorbereitung ​und erhielt nach nur wenigen Wochen einen Profivertrag. Bei seiner Premiere gegen Werder Bremen am ersten Spieltag erzielte er gleich ein Tor, am Saisonende war der 1,95 Meter große Mittelstürmer mit sechs Bundesligatreffern der erfolgreichste Torschütze der Niedersachsen.


In Liga zwei hat er in vier Einsätzen zwei Mal getroffen, unter anderem beim 1:1 gegen Greuther Fürth vor zwei Wochen. "Er ist ein Supertyp, wir wissen um seine enorme Bedeutung", wird Martin Kind zitiert. Angesprochen auf eine mögliche Vertragsverlängerung sagte er: "Es wäre schade, wenn es nicht gelingen würde."

Hendrik Weydandt

Kehrt Hendrik Weydandt bald in die Bundesliga zurück?



Weydandt, ​dessen Zukunft schon im Sommer fraglich war, lässt sich jedoch alle Optionen offen, will sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festlegen. "Am Ende zählen Tore bei einem Stürmer", weiß er, "und wenn man die macht, kriegt man zwangsläufig Möglichkeiten, woanders einen Vertrag zu unterschreiben."


Nicht nur wegen 'Henne' wartet auf Hannover wartet viel Arbeit


​Für Sportdirektor Jan Schlaudraff gibt es nach der abgeschlossenen Kaderplanung allgemein viel zu tun. Die zuletzt vertragslosen Marc Stendera und Dennis Aogo erhielten lediglich Einjahresverträge, neben dem Arbeitspapier von Weydandt laufen auch die Verträge von Miiko Albornoz, Michael Esser, Matthias Ostrzolek, Sebastian Jung und Julian Korb aus, Jannes Horn und Cedric Teuchert sind lediglich bis Saisonende ausgeliehen. 


Bei so vielen Aufgaben könnte die ein oder andere Personalie untergehen, die Zukunft von Hendrik Weydandt dürfte aber oberste Priorität in der Führungsetage der 96er besitzen.