​Für viele ehemalige Fußballer geht es nach dem Ende der aktiven Karriere in den Ruhestand. Für einige Profis führt der Weg zurück ins Fußball-Geschäft, als Experte oder Manager heuern sie bei neuen Arbeitgebern an. Für den ehemaligen ​Bundesliga-Spieler Leon Andreasen führte der Weg allerdings ganz woanders hin.


Nicht viele Fußballer müssen ihre Karriere mit nur 33 Jahren bereits beenden. Noch weniger wenden sich allerdings nur wenig später einem ganz anderen Geschäft zu. So war es allerdings bei Leon Andreasen der Fall, der langjährige Profi von ​Hannover 96 startete nämlich ein eigenes Designer-Start-Up.


Das berichtet die Bild, die den Weg des Dänen nach seinem Karriereende verfolgte. Nachdem Andreasen nämlich aufgrund einer Knöchelverletzung die Schuhe an den Nagel hängen musste, orientierte sich der Sportler nämlich komplett um. Denn mit einem Geschäftspartner wagte er den Sprung ins Mode-Geschäft.

Leon Andreasen

Diese Knöchelverletzung bedeutete Andreasens Karriereaus


Das eigens gegründete Unternehmen nennt sich "Kleinigkeit" uns startete 2017 mit einer verrückten Idee: „Wir haben die ganze Nacht geredet und getrunken“, über Freund Martin Ziemer gründete er mit Steffen Großkurth das Start-Up. Den Durchbruch schafften die beiden noch im selben Jahr, auf der großen Bühne in Berlin. Die Fashion-Week war ein großer Schritt für den ehemaligen Profi.


"Messe-Stände sind teuer, darum hatten wir nur zehn Quadratmeter gemietet. Unsere Shirts haben wir auf Ikea-Bügel gehängt, Models konnten wir uns nicht leisten. Trotzdem hatten wir jeden Tag die Bude voll. Die Leute sind voll abgefahren auf uns. Wahnsinn.“ Seitdem machte das Unternehmen sagenhafte Fortschritte.


Expandieren mit über 500 Geschäften


Denn bis heute ist das Start-Up längst zu einem professionellen Label geworden. In über 500 Geschäften ist "Kleinigkeit" bis jetzt schon vertreten, in Österreich und Deutschland sowie ganz neu auch Kroatien und Rumänien vertreibt sich nun die neue Mode. "Wir sind sehr stolz darauf, was wir in der kurzen Zeit geschafft haben. Wenn ich jemanden in unseren Klamotten sehe, denke ich immer noch: Das ist ja krass", so Andresen.


Durch den großen Erfolg hat er den Schock vor vielen Jahren bereits verdaut. Bei einem Testspiel verletzte sich der Däne schwer und lief nie wieder in einem Spiel auf. Trotzdem ist er noch sehr mit Hannover verbunden, wohnt weiterhin dort​ und hilft immer wieder in der Fußballschule von 96 aus: "Früher war ich 96-Profi, jetzt bin ich 96-Fan.“


An eine offizielle Rückkehr denkt er deshalb auch, vor allem aufgrund der schwierigen Situation bei den Niedersachsen: "Ich leide mit. Weil ich ja weiß, wie es ist, wenn man die hohen Erwartungen nicht erfüllt. Ich hoffe, Jan Schlaudraff und Mirko Slomka können in Ruhe über einen längeren Zeitraum arbeiten. Und wenn Mirko noch einen Co-Trainer braucht, ich komme gern.“ So kann eine Fußballer-Karriere also auch weitergehen.