Es begann mit leiser Fußballromantik und endete mit konkreten Transferverhandlungen. Wieder einmal bestimmte Neymar den Transfersommer. Unbedingt soll er weg von PSG, zurück zum FC Barcelona gewollt haben. Der Transfer scheiterte letztlich aber. Wie Barca-Präsident Josep Bartomeu jetzt verriet, lag das weniger an Barcelona, als an den irren Forderungen der Parisiens selbst.


Am vergangenen Dienstagmorgen war die erste Trainingseinheit nach der Schließung des Transferfensters. Neymar trainierte in Paris und nicht, wie er unbedingt wollte, in ​Barcelona. Spätestens da war allen Beteiligten klar, dass der hauptsächlich von ihm selbst forcierte Wechsel nach Katalonien geplatzt ist. Obwohl er dem Transfer über den gesamten Sommer hinweg Nachdruck verliehen haben soll.


Neymars und die verbrannte Erde

Unklar war zunächst, ob sich der FC Barcelona überhaupt dazu hinreißen lässt, die Flügel-Diva zurück ins Camp Nou zu lotsen. Aber nach vier verpatzten Champions-League-Siegen in Folge scheint man dort den Kader bestmöglich für den Henkelpott präparieren zu wollen. So stürzte Barca also in den Transferpoker um den Brasilianer, der vor zwei Jahren sehr unrühmlich aus Katalonien zog. Der anschließende Rechtsstreit mit der Blaugrana kam dabei noch erschwerend dazu.


Doch in diesem Sommer sollte alles anders werden. Barca-Boss Bartomeu gewährte ihm einen zweiten Versuch in Katalonien, stieg in die zähen Transferverhandlungen ein. Gegenüber Pressevertretern erklärte er nun, in Barcelona habe man „alles für uns Mögliche getan, um ihn zu verpflichten. (…) Barcelona konnte die Forderungen von PSG nicht erfüllen.“

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Den Transfersommer hatte sich Neymar sicher anders vorgestellt



Im Netz kursierten noch während der Transferverhandlungen immer wieder utopische Angebote, die vor allem Spielertäusche beinhalteten. So soll das letzte Angebot von Barca gelautet haben, dass man Ivan Rakitic, Jean-Clair Todibo, eine einjährige Leihe von Ousmane Dembélé und 130 Millionen Euro investiert hätte. Dies bestätigte Bartomeu. Dabei verwies er in einem Zitat der Marca aber darauf, dass nicht Barcelona die Spieler angeboten, sondern Paris diese gefordert hätte.


Doch die angebotene Summe von 130 Millionen sei den Parisern zu wenig gewesen. Schließlich platzte der Deal und Neymar wird erneut mit PSG um den Henkelpott mitspielen. Von einem Transfer im Winter sehe Josep Bartomeu ohnehin ab: Sollte Neymar in der Champions League bis dahin nämlich schon für Paris aufgelaufen sein, dürfte er es in der restlichen Saison nicht mehr für Barcelona.