​Nach knapp drei Monaten stand für die deutsche Nationalmannschaft am heutigen Freitagabend endlich wieder ein Pflichtspiel an. Diesmal musste die Truppe von Joachim Löw gegen die wiedererstarkte Niederlande antreten. Auf einen guten Beginn folgte eine Schwächeperiode, durch die die DFB-Elf Punkte liegen lassen musste.


Die erste Halbzeit sah aus DFB-Sicht richtig gut aus. Bereits nach neun Minuten beförderte Serge Gnabry die Kugel ins gegnerische Gehäuse. Joshua Kimmich schickte zuerst Lukas Klostermann mit einem tollen langen Ball auf die Reise, der Leipziger Außenverteidiger schoss jedoch nur Torhüter Cillessen an. Beim Nachschuss war Gnabry zur Stelle, um die 1:0-Führung zu markieren. 

Nico Schulz

Nico Schulz erwischte einen schlechten Tag


Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren lauerte Löws Mannschaft auf Konterchancen und kam dadurch auch zu deutlich mehr gefährlichen Situationen vor dem gegnerischen Tor. Die Niederländer hatten dementsprechend deutlich mehr Ballbesitz, konnten die deutsche Defensive jedoch nicht knacken. 


In der zweiten Halbzeit kam schließlich der Ausgleich. Shootingstar Frenkie de Jong kam vor Nico Schulz an einen von Ryan Babel geflankten Ball und brachte diesen ohne Probleme in Manuel Neuers Tor unter (59. Minute). Sechs Minuten später gelang der Niederlande sogar das 1:2, durch ein unglückliches Eigentor von Jonathan Tah.


Die turbulente zweite Hälfte nahm auch in den Schlussminuten an Szenen nicht ab. Matthijs de Ligt sorgte ungewollt in der 71. Spielminute für einen Handelfmeter, den Toni Kroos zum 2:2 verwandelte. Die Antwort des Gegners folgte jedoch in der 79. Minute durch den 20-jährigen  Debütant Donyell Malen, der zum 2:3 einschoss. In der Nachspielzeit kam es sogar zum bitteren 2:4 durch Georginio Wijnaldum. 

Georginio Wijnaldum

Georginio Wijnaldum feiert in Hamburg seinen Endstand-Treffer


Für die deutsche Nationalmannschaft endete die Partie auch mit diesem enttäuschenden Ergebnis. Nach drei Siegen lässt somit "Die Mannschaft" erstmals in dieser EM-Qualifikation Punkte liegen. Dadurch darf sich Nordirland als alleiniger Tabellenführer in der Gruppe C mit 12 Punkten nach 4 Partien freuen.