Am Sonntag stehen die Vorstandswahlen beim 1. FC Köln im Rahmen der Mitgliederversammlung auf dem Programm. Wer nicht anwesend ist, wird in diesem Jahr aber nicht auf einen Livestream zurückgreifen können: Wie der Klub bekanntgab, wird stattdessen nur ein Liveticker zur Verfügung gestellt. Von den Fans gab es dafür in den sozialen Medien Spott und Häme.


Wie unter anderem auf Twitter verkündet wurde, falle der Livestream "aus Kostengründen" aus. Die Rheinländer bieten daher ihren ​Liveticker an, der hauptsächlich für die Pflichtspiele der Profis verwendet wird.  

Die anwesenden Mitglieder entscheiden am Sonntag über den Vorstand - erwartet wird, dass die Kandidaten Werner Wolf, Dr. Jürgen Sieger und Eckhard Sauren das aktuelle Trio um Toni Schumacher, Markus Ritterbach und Stefan Müller-Römer ablösen.


Spott im Netz


Wie angespannt die Stimmung ist, zeigt sich in einigen Kommentaren in den sozialen Medien. So schreibt ein Nutzer: "Wahrscheinlich möchte man nur den bösen Nachfragen nach der kompletten Veranstaltung letztes Jahr entgehen. So kann unser Vize wieder Leute beleidigen und Mittelfinger zeigen!" 

​​Ein weiterer User beklagt, dass selbst "jedes kack Testspiel" per Stream übertragen wird, doch bei der Mitgliederversammlung fällt dieser Service auf einmal flach. Besonders die Begründung, dass der Livestream aufgrund zu hoher Kosten ausfällt, sorgt für viel Spott in den Kommentaren. 




Eine Wahl mit großer Tragweite


In Köln, schreibt Severin Richartz im Fanzine ​Effzeh.com, "herrscht der Sturm vor der Ruhe". Einige Teile der Fans setzen sich demzufolge noch immer für den neuen Vorstand ein, kritisiert wird zudem die Berichterstattung von BILD und kicker, die sich kritisch über das Kandidaten-Trio um Wolf, Sieger und Sauren äußerte. Nicht wenige plädieren jedoch für einen Neubeginn mit einem neuen Vorstand, der den FC nach dem turbulenten Ab- und Aufstieg wieder in ruhige Gefilde führen soll. 


Wie chaotisch die Zustände ausgerechnet vor dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach in einer Woche noch werden, wird sich nach dem Ausgang der Wahlen zeigen. Mit der Entscheidung, auf einen Livestream zu verzichten, hat der Klub allerdings schon vor dem Anpfiff ein erstes Eigentor geschossen.