​Das nennt man einen gelungenen Einstand. Zugegeben: es war nur ein Testspiel. Aber immerhin! Der Hamburger Jung ​Martin Harnik (32), der auf seine "alten" (Verzeihung!) Tage noch mal bei seinem Herzensklub ​HSV angeheuert hat, hat gleich mal alle Zweifler überzeugt - und beim 1:1 gegen die Wölfe geknippst. 


Gelungenes Debüt von Harnik


Es lief die 89. Minute, als ein weiterer Eckball des HSV, getreten von Sonny Kittel, in den Strafraum der Niedersachsen segelte. Harnik schraubte sich am höchsten und traf per Kopf zum insgesamt verdienten Ausgleich. 


Nach dem Spiel sprudelte es aus einem sichtlich zufriedenen Harnik nur so raus: "Es war ein guter Test für uns gegen einen starken Gegner. Ich bin glücklich, dass ich direkt einen Treffer erzielen konnte. Alle Jungs haben mir sofort gratuliert, das war schön.“ 


Auch sein Trainer war voll des Lobes: "Martin hatte schon in der ersten Halbzeit gute Ansätze. Zum Schluss hat er dann das gemacht, wofür wir ihn geholt haben. Das war ein guter Test", so Hecking gegenüber der Mopo in seiner Beurteilung über das Debüt seines neuen Stürmers. 


Bankdrücker sammeln Pluspunkte


Der HSV-Coach hatte vor allem die Bankdrücker ins Rennen geworfen. So teilten sich Tom Mickel und Julian Pollersbeck jeweils eine Halbzeit den Platz zwischen den Pfosten. Mit Papadopoulos, Jairo und Amaechi kamen weitere Spieler zum Einsatz, die bei den bisherigen Pflichtspielen in der zweiten Reihe standen. 


Speziell seinen Torleuten attestierte der Coach eine gute Leistung: "Beide Torhüter haben mir gut gefallen, sie haben gut gehalten", kommentierte Hecking deren Leistung gegenüber der Mopo


Und auch für Xavier Amaechi, den erst 18-jährigen Engländer, hatte er aufmunternde Worte, auch wenn dessen Auftritt nicht ganz so glanzvoll war, wie der seines österreichischen Sturmpartners. "Das war nicht einfach für ihn durch das hohe Wolfsburger Pressing. Da hätte er auch mehr auf sein Tempo setzen sollen. Aber hier und da blitzt es auf, dass wir da einen guten Jungen haben.“ 


Starkes Zeichen der Fans gegenüber Jatta


Amaechi musste übrigens nach 64 Minuten Bakery Jatta weichen. Und der erlebte im AOK-Stadion zu Wolfsburg eine diametral entgegengesetzte Situation zu der vor zwei Wochen. Denn neben den HSV-Fans bejubelten auch die Wolfsburger Anhänger jeden Ballkontakt des Gambiers und spendeten Beifall. 


Für Harnik ein ganz starkes Signal: "Ich habe das mitbekommen. Das ist ein Zeichen, das für die ganze Liga, vielleicht sogar für ganz Deutschland steht", so Harnik, der auch den Umgang des HSV mit dieser Affäre lobend hervorhob: "Der HSV hat sich da unglaublich gut präsentiert, viele Sympathiepunkte gesammelt." 


Wie seit gestern auch der VfL Wolfsburg und dessen Fans.