Dawid Kownacki ist eine echte Waffe in der Offensive von ​Fortuna Düsseldorf. Der vielseitige Angreifer zeigte in der abgelaufenen Rückrunde mit vier Toren sein Können und gehörte auch bei der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt zu den besseren Akteuren, wird jedoch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Behutsam will ihn Friedhelm Funkel aufbauen, schließlich habe man am Sonntag seinen Einfluss sofort gesehen.


Wäre Kownacki, der sowohl im vergangenen Winter als auch im Sommer von Sampdoria Genua geliehen wurde und ab einer bestimmten Anzahl an Einsätzen für 7,5 Millionen Euro fest verpflichtet wird, nicht mehrfach aufgrund muskulärer Verletzungen ausgefallen, hätte er wohl mehr als vier Tore für Fortuna Düsseldorf erzielt. In 13 Einsätzen wusste er zu überzeugen, doch Funkel weiß, dass in dem 22-Jährigen noch mehr Potenzial steckt.


"In vier Monaten hatte er vier Muskelverletzungen, wir werden ihn also langsam aufbauen", wird der Trainer-Veteran demzufolge im kicker zitiert. Derzeit ist Kownacki auf Länderspielreise, in Absprache mit Polens Nationaltrainer Jerzy Brzeczek werde er aber nicht so anspruchsvoll belastet wie seine Nationalmannschaftskollegen. 

Fortuna Duesseldorf v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Manchmal hadert Friedhelm Funkel (Foto) noch mit Dawid Kownacki. Gleichzeitig weiß er aber, wie bedeutsam der Angreifer für Fortuna Düsseldorf ist.



Doch die Verletzungen, glaubt Funkel, liegen auch an seiner Einstellung. So habe er ihm geraten, die "Trainingsvor- und -nachbereitung gewissenhafter" zu gestalten, auch habe er an eine Ernährungsumstellung appelliert. "Manchmal ist er noch ein großer Junge", so Funkel, "aber ich bin sicher, dass er unsere Ratschläge annimmt."


Denn wenn Kownacki fit bleibt, spielt er bei der Fortuna eine noch größere Rolle. Sein Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt wurde aufgrund eines vorherigen Foulspiels nicht gegeben, doch auch so war sein Einfluss spürbar. "Gegen Frankfurt hat er das über 60 Minuten schon wieder sehr gut gemacht. Man sieht gleich, wie wichtig er für uns ist", sagt Funkel, der ihn am ehesten auf der linken Außenbahn sieht.


Dort habe er "schon einige sehr gute Spiele gemacht", obwohl er sowohl in Genua als auch bei Lech Posen überwiegend in der Sturmspitze eingesetzt wurde. Auch Kownacki selbst sieht sich auf bestem Wege zu seiner Topform und hofft, schon nach der Länderspielpause, wenn die Fortuna auf den VfL Wolfsburg trifft, "wieder bei 100 Prozent" zu sein.