Es scheint das perfekte Sommermärchen beim SC Freiburg zu sein: Zwei Jahre nach dem Abgang von Publikumsliebling Vinzenzo Grifo, kehrt er wieder zurück in den Breisgau. Stolze sieben Millionen ließen sich die Badener die Rückkehr ihres dynamischen Mittelfeldmotors kosten. Doch während in Freiburg die Freude über den Wechsel überwiegt, fließt beim ehemaligen Verein, TSG 1899 Hoffenheim, böses Blut.


Bereits in der vergangenen Rückrunde wurde Vinzenzo Grifo aus dem Kraichgau in den Breisgau verliehen. Nach enttäuschender, einjähriger Station in ​Mönchengladbach zog es den Italiener zurück nach Baden. In Hoffenheim wollte er sich unter Julian Nagelsmann durchsetzen, seinen Traum vom internationalen Geschäft verwirklichen. Doch auch wenn der 26-Jährige einen Einsatz in der Champions League verbuchen konnte, wechselte er nach nur einem halben Jahr leihweise zurück zu dem Verein, bei dem er den endgültigen Durchbruch geschafft hatte: Dem ​SC Freiburg.

Vincenzo Grifo

Zwischen Grifo und den Breisgauern scheint das Verhältnis zu stimmen



Erneut konnte Grifo aufblühen. In der Rückrunde erzielte er sechs Tore und spielte zudem in jedem Spiel, außer gegen Hoffenheim. Dort verhinderte eine spezielle Klausel seinen Einsatz. Doch nicht nur wegen dieser ist Grifo jüngst nicht unbedingt im Guten aus Hoffenheim gewechselt:


Rosen ist von Grifos Verhalten irritiert

Für Alexander Rosen, den Sportchef der TSG, bleibt es demnach „ein Rätsel, wie Grifo seine Sichtweise innerhalb von nicht einmal zwei Wochen um 180 Grad drehen konnte.“ So sei der neue Rekordtransfer der Freiburger zunächst froh mit seiner Rückkehr und seiner Situation in Hoffenheim gewesen. Das erklärte Rosen in einem Interview auf der vereinseigenen Homepage.

Vincenzo Grifo,Hendrik Hansen

In Hoffenheim wurde Grifo nicht glücklich



Kurz vor Ende der Transferperiode habe er aber seinen Wechsel ins Schwarzwaldstadion mit Nachdruck forciert. Doch auch in diesem Transfer ist erneut eine Klausel involviert, die es Grifo verbietet, beim ersten Zusammentreffen mit der ​TSG 1899 Hoffenheim zu spielen. „Unter diesen Umständen war das für uns ausgeschlossen“, so Rosen weiter.


Ob sich Grifo zu seinem Abgang äußert, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass er den Freiburger Fans mit seiner Rückkehr einen echten Transferkracher beschert hat, den er in der laufenden Saison mit starken Leistungen untermauern will. Womöglich auch in der Rückrunde gegen Hoffenheim.