​Auf der Pressekonferenz vor dem EM-Quali-Spiel gegen die Niederlande hat Joachim Löw über die schwere Aufgabe im Klassiker am Freitagabend (20.45 Uhr) gesprochen. Der Bundestrainer ließ dabei schon durchblicken, wie seine Startelf aussehen könnte. Supertalent Kai Havertz bleibt dabei wohl nur ein Platz auf der Bank. Leon Goretzka fällt verletzt aus.


"Er hat große Fähigkeiten und kann der Spieler der nächsten Jahre sein", prognostiziert Löw Kai Havertz eine große Zukunft. Nun, für diese Erkenntnis muss man kein Bundestrainer sein. Das enorme Potenzial des 20-Jährigen kann man Woche für Woche in der ​Bundesliga im Trikot von Bayer Leverkusen bestaunen. 


Löw sagte aber auch: "Er muss sich noch entwickeln und verbessern. Was er bisher zeigt ist schon klasse. Ich bin mir sicher, dass er sich durchsetzen wird." Viel Lob, aber auch ein Hinweis, dass Havertz im Volksparkstadion zunächst auf der Bank sitzen wird.


Goretzka verletzt sich im Training und fällt aus


Das gilt nicht für Leon Goretzka. Der Mittelfeldspieler des ​FC Bayern trug im Hinspiel in den Niederlanden noch maßgeblich zum Auswärtssieg bei. Im Rückspiel muss Goretzka passen. Zuletzt schon beim FC Bayern mit Problemen, hat sich der 24-Jährige im Training erneut verletzt und eine Einblutung im Oberschenkel erlitten.

Ähnliches System wie in Amsterdam erwartet


Im Hinspiel glückte der Erfolg mit in einer 3-4-3-Formation, die defensiv zu einer Fünferabwehrkette wurde. Auch für das Rückspiel dürfte die DFB-Elf taktisch ähnlich beginnen. Das deutete auch Löw an: "Mit drei offensiven Kräften zu spielen, wollen wir beibehalten. Ob wir dann im 4-3-3 oder 5-2-3 spielen, das ist variabel. Die Mannschaft kann beides."


Seinen Startplatz sicher hat dabei Serge Gnabry. Zuletzt saß Gnabry bei den Bayern nur auf der Bank. Leichte muskuläre Probleme seien der Grund dafür gewesen, verriet Löw. Die seien nun auskuriert und Gnabry darf sein neuntes Länderspiel von Beginn an bestreiten.


"Er hat Tempo zum Tor, gute Technik und kann verschiedene Ebenen bespielen. Das ist für den Gegner schwer zu greifen. Serge ist fit und wird morgen von Anfang an spielen", schwärmte Löw.


Löw deutet Chance für ter Stegen an - aber nicht gegen die Niederlande


Von Beginn an im Tor wird auch der Kapitän stehen. "Manuel Neuer wird morgen beginnen", bestätigte Löw. Der berichtete aber auch von seinem Austausch mit Marc-André ter Stegen. "Ich war in Barcelona und hatte ein langes Gespräch mit ter Stegen und ich habe ihm versprochen, dass er eine Chance in der EM-Quali bekommen wird. Wir werden sehen, wer am Montag im Tor steht.


Dann geht es nach Nordirland, zum derzeitigen Tabellenführer der Quali-Gruppe.