​Der ​Transfermarkt ist in den meisten Ligen Europas seit Montag geschlossen. Dennoch könnten sich die Bundesligisten immer noch mit Spielern verstärken - solange diese vereinslos und ohne Vertrag sind. Wir haben uns die Liste dieser Spieler mal angeguckt und eine mögliche Elf aus ihnen zusammengestellt.


Tor

Der österreichische Keeper Heinz Lindner (29) kennt die deutsche ​Bundesliga (in Österreich heißt die höchste Spielklasse ebenfalls Bundesliga) sogar schon aus eigener Erfahrung. Von 2015 bis 2017 stand Lindner im Tor der Frankfurter Eintracht - wenn er denn spielte. Insgesamt absolvierte der 28-fache Nationalspieler nur zwei Spiele für die SGE. 

Heinz Lindner



Abwehr

Als rechter Verteidiger könnte Ignazio Abate in dieser "Traum-Elf der Vertragslosen" zum Zuge kommen. Der 32-jährige Italiener bringt geballte Erfahrung von 292 Einsätzen in der ​Serie A (die meisten davon für den AC Mailand) mit. 


Sein linkes Pendant könnte ein ehemaliger (und zweifacher) Champions-League-Sieger sein: Fabio Coentrao spielte von 2011 bis 2015 für die Königlichen von Real Madrid. Nach mehreren Leihgeschäften (unter anderem zur AS Monaco und zu Sporting Lissabon) ging er 2018 zum portugiesischen Erstligisten Rio Ave. Seit diesem Sommer ist er ohne Klub. 

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Einst Real Madrid, jetzt vereinslos: Fabio Coentrao


Als einer von zwei Innenverteidigern würde in unserer Liste Gabriel Paletta (33) auftauchen. Der in Argentinien geborene Italiener (3 Länderspiele für die Squadra Azzurra) versuchte sich in jungen Jahren beim FC Liverpool, konnte sich dort aber nicht durchsetzen. Über Boca Juniors landete Paletta 2010 beim FC Parma, wo er fünf Jahre spielte. Nach weiteren Stationen in der Serie A (AC Mailand, Atalanta Bergamo) probierte er im Winter 2018 das Abenteuer China (JS Suning). Seit Sommer diesen Jahres ohne Klub. 


Die zentrale Defensive würde von Andreas Maxsö komplettiert. Der erst 25-jährige Däne ist sei diesem Sommer vereinslos. Erfahrungen konnte er nach seiner dänischen Station Nordsjaelland in der Türkei, in der Schweiz und in der dritten deutschen Liga (KFC Uerdingen) sammeln. Für Dänemarks U21-Nationalmannschaft bestritt Maxsö 24 Spiele. 


Mittelfeld

Die defensive Zentrale würden wir mit einem Brasilianer und einem Japaner besetzen. 

Der heute 31-jährige Brasilianer Denilson kam ebenfalls sehr jung in die Premier League (Arsenal London). Die Gunners zahlten im Sommer 2005 fünf Millionen Euro an den FC Sao Paolo, zu dem er 2013, nach mehreren Leihgeschäften zwischen beiden Klubs, endgültig zurückkehrte. Über Stationen in Brasilien und Arabien kam er im Oktober zu Botafogo. Doch bereits nach einem halben Jahr war auch dort für ihn Schluss. Seitdem sucht er einen neuen Arbeitgeber.


Der Japaner Yuka Kobayashi, mit 27 Jahren auch noch relativ jung, hat außerhalb Japans nur in Holland Erfahrungen gesammelt. Drei Jahre, von 2016 bis 2019, spielte er für den SC Heerenveen, für den er insgesamt 101 Spiele bestritt. Für Japan bestritt Kobayashi bislang vier Länderspiele. 


Vor den beiden Sechsern könnte ein Yoann Gourcuff zum Zuge kommen. Der 33-jährige Mittelfeldspieler hat in der Ligue 1 für Stade Rennes, Girondins Bordeaux, Olympique Lyon und FC Dijon die Stiefel geschnürt. Hinzu kommt ein dreijähriges, und von mehreren Leihgeschäften unterbrochenes, Gastspiel beim AC Mailand. 

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Yoann Gourcuff galt in jungen Jahren als Zidane-Erbe


Neben Gourcuff würde Lewis Holtby (28) seinen Platz finden. Der ehemalige Aachener, Schalker, Bochumer, Mainzer und Hamburger hat ebenfalls Premier League-Erfahrung: vom Januar 2013 bis Sommer 2014 spielte Lewis auf der Insel (Tottenham Hotspur, FC Fulham), ehe er dann zum Hamburger SV wechselte. Seit diesem Sommer ist Holtby auf der Suche nach einem neuen Klub. Spuren in die Türkei verliefen am Ende im Sande. 


Sturm

Auf rechts würde Keisuke Honda stürmen. Der 33-jährige Japaner ist ein wahrer Globetrotter: Neben Stationen in seiner Heimat Japan ging Hondas Weg über Europa (Venlo, AC Mailand, ZSKA Moskau) nach Mexiko (Pachuca) bis nach Australien (Melbourne Victory). Lange Zeit das große Idol in Japan. 


Auf links könnte Hatem Ben-Arfa (32) auflaufen: Zwischen Frankreich (Stade Rennes, Olympique Marseille, OGC Nizza und Paris St.Germain) und England (Newcastle, Hull) verlief Ben-Arfas Karriere. Vor einigen Jahren soll sogar der HSV mal an ihm interessiert gewesen sein. 

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Ben-Arfa hat diesen Sommer keinen passenden Klub gefunden


Das Zentrum im Sturm würden wir mit Wilfried Boni besetzen. Der 30-jährige Ivorer bringt Erfahrung aus drei europäischen Ligen (Tschechien, Holland und England) mit. In der Premier League bestritt Boni die meisten Spiele für Manchester City, für die er insgesamt 46 Pflichtspiele bestritt, in denen er elf Treffer selbst erzielte und sieben weitere vorbereitete 


(Quelle: transfermarkt.de).