​Leroy Sané sollte der Königstransfer des ​FC Bayern in diesem Sommer werden. Nach der Kreuzbandverletzung des Nationalspielers hat sich ein Wechsel nach München erst einmal zerschlagen - stattdessen wurde Philippe Coutinho an der Säbener präsentiert. Die Ruhe vor dem Sturm in der Causa Sané?


Ein Wechsel von Leroy Sané zum FC Bayern ist spätestens seit Montagabend vom Tisch. Schon weit vor der Schließung des Transferfensters hatte der Rekordmeister das Dauerthema des Sommers geschlossen. Nach der ​Kreuzbandverletzung des Wunschspielers rückte man von einem Transfer ab - vorerst. 


Denn wie der renommierte Journalist Raphael Honigstein erfahren haben will, soll es schon im kommenden Transferfenster einen neuen Versuch geben. Läuft alles glatt, könnte Sané dann schon wieder vor dem Comeback stehen, und die Bayern eine neuen Anlauf starten. Die Ausgangssituation hat sich dabei nur marginal verändert: Die Bayern brauchen weiter einen (langfristigen) Nachfolger für Ribery und Robben. Ivan Perisic gilt dabei nur als Zwischenlösung, während Coutinho eher in der Mittelfeldzentrale zum Einsatz kommt.


Ab Januar dürfte uns dann also der zweite Teil in der schier unendlichen Transfersaga ins Haus stehen.


Ärger wegen Guardiola?


Laut Honigstein sollen Quellen aus Deutschland in Erfahrung gebracht haben, dass die Entourage von Sané sauer auf City-Coach Pep Guardiola sei. Die Entscheidung ihn im Ligapokal gegen Liverpool spielen zu lassen, stoße im Lager des 23-Jährigen weiter sauer auf. Der Sané-Poker war damals auf dem Siedepunkt, Sané stand überraschend in der Startelf, verletzte sich dann aber schon in der Anfangsphase.


Aus Sicht von Manchester City wird man bei einem neuen Bayern-Angebot im Winter erneut vor der Frage stehen, wie man bei Sané entscheiden soll. Dessen Vertrag ist dann nur noch eineinhalb Jahre gültig, eine Verlängerung ist weiter nicht in Sicht. Die Transferphasen werden aus Skyblues-Sicht also nicht weniger - die Zeit, Sané für eine stattliche Summe zu verkaufen, geringer.


Die Bayern könnten dann der große Nutznießer werden. Ein Spieler, der nach einem Kreuzbandriss zurückkommt und dann nur noch 18 Monate Vertrag hat, wird mit Sicherheit nicht teurer. Dennoch liegt Sanés Zukunft auch im kommenden Januar in der Hand von ​Manchester City.


Aber wer weiß, vielleicht schaffen es die Bayern dann, den Wunschspieler nach München zu lotsen. Der hätte ein wenig Anlaufzeit und könnte ab kommenden Sommer gemeinsam mit Kai Havertz ein neues Traumduo bilden. Die Bayern-Fans dürfen auf jeden Fall davon träumen...