​Der Fall Bakery Jatta hat hohe Wellen geschlagen - und dürfte nun endgültig abgeebbt sein. Nach der ​Einstellungen der Ermittlungen durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte haben der VfL Bochum, der 1. FC Nürnberg und der Karlsruher SC ihren Protest gegen die Spielwertungen gegen den HSV beim DFB zurückgezogen.


​Eigentlich hätte der DFB am kommenden Montag die Einsprüche der drei Klubs verhandeln müssen. Zu dieser wird es aller Voraussicht aber nicht kommen (der DFB muss dem noch zustimmen). "Aufgrund der geklärten Faktenlage sieht der KSC keinen Anlass mehr, am Einspruch gegen die Spielwertung von KSC gegen ​HSV festzuhalten und zieht diesen zurück", gab der Zweitliga-Aufsteiger via Twitter bekannt.


Beim Club aus Nürnberg und dem VfL aus Bochum hörte sich das ähnlich an. Alle drei Klubs ziehen den Einspruch zurück. Alle drei hatten übrigens ihre Duelle mit dem HSV verloren.

"Wir bedauern es sehr, dass die Diskussionen um Bakery Jatta besonders emotional geführt wurden"


Aus Bochum gab es eine sehr Ausführliche Stellungnahme. Zum einen wurde der Rückzug des Einspruchs erklärt, zum anderen ging der VfL noch einmal auf die Diskussionen rund um den HSV-Stürmer ein. 


"Die Anfeindungen gegen ihn wie auch die populistische oder parteipolitische Instrumentalisierung verurteilen wir auf das Schärfste. Wir wünschen Bakery alles erdenklich Gute!", twitterte der VfL.

Durch die veränderte Indizienlage habe sich mehr Klarheit ergeben, so die Bochumer weiter. Es bestehe keinen Grund mehr, die Rechtmäßigkeit der Spielbererchtigung zu hinterfragen.


Einzig richtige Konsequenz


Jenseits der nun vorgelegten Geburtsurkunde: Das Zurückrudern der drei Klubs stellt im Fall Jatta ohnehin die einzig richtige Maßnahme dar. Alle drei haben ihre Spiele gegen den HSV verloren, Jatta war dabei Teil des HSV-Teams mit einer offiziellen Spielgenehmigung. ​Am Ergebnis hätte sich auch nichts geändert, wenn Jatta tatsächlich eigentlich der zwei Jahre ältere Daffeh gewesen wäre.


Im sportlichen Sinne hat die Causa also endlich ein gutes Ende gefunden! Der HSV bleibt verdienter Spitzenreiter der zweiten Liga.