​Ihn haben die Macher beim Effzeh als neue Hoffnungsfigur auserkoren: ​Darko Churlinov, nordmazedonischer Nationalspieler und gerade mal 19 Jahre jung. Und dass Jugend und Geduld meist nicht zusammenpassen, wird auch in dieser Personalie wieder deutlich.


Churlinov gilt beim ​1. FC Köln als Hoffnungsträger. Eine Art neuer Poldi. Entsprechend wird dem Spieler viel Wertschätzung von Seiten des Vereins zuteil. Zuletzt wurde er von der U19-Mannschaft in den Profi-Kader abbestellt. Selbst ein unterschriftsreifer Vertrag liegt ihm mittlerweile vor. Doch auf einmal bockt Churlinov. 


Wie die Bild berichtet, soll sich Churlinov darüber beklagt haben, dass er bei den Amateuren trainieren musste und dort auch demnächst wieder zum Einsatz kommen soll. Er sehe seinen Platz wohl eher als tragende Säule im Profi-Kader von FC-Trainer Achim Beierlorzer. 


Beierlorzer ist sauer und spricht Klartext


Dem geht natürlich die Hutschnur, wenn ein hinter den Ohren noch nicht ganz trockener Jungspund aufkreuzt und mal eben die ganze hierarchische Statik des Kaders verändern will. Entsprechend genervt gab Beierlorzer zu Protokoll: "Kein 18-jähriger Spieler kann uns diktieren, wer wo zu trainieren hat und wann und wo er spielen darf." 


Richtig so. Und zumindest zwischen dem Trainer und dem Spieler hat es diesbezüglich auch nie ein Problem gegeben. Beierlorzer weiter: "Meine persönlichen Gesprächen mit ihm hatten nie etwas damit zu tun, was später dann scheinbar in den Gesprächen zwischen Churlinovs Seite und dem Verein zu Tage trat." Eine unverhohlene Anspielung auf die Berater Churlinovs. Leider sei es heutzutage etwas schwierig mit den jungen Leuten und ihrem Umfeld, schloss Beierlorzer seine Kritik. 


Die Strategie der Kölner ist es eigentlich, den Spieler langsam an das Profitum heranzuführen. Man will das Riesen-Talent auf gar keinen Fall vorschnell verheizen. Doch die Gegenseite sieht das anscheinend ein wenig anders. 


Momentan herrscht Funkstille zwischen den Parteien. Nach der Länderspielpause will man sich wieder zusammensetzen. "Dann sehen wir weiter", sagt Beierlorzer. "Armin Veh wird das regeln." Aber nur, wenn die Churlinov-Seite mitspielt.