​Hannover 96 hat endlich den Stecker gezogen: Jonathas steht ab sofort beim Zweitligaklub nicht mehr unter Vertrag. Am Samstagnachmittag gaben die Niedersachsen bekannt, dass das Arbeitspapier des brasilianischen Mittelstürmers aufgelöst wurde.


Der Vertrag lief noch bis Sommer 2020. Nach einem "offenen" Gespräch von Jonathas mit Hannover-Sportdirektor Jan Schlaudraff einigte man sich einvernehmlich auf eine Auflösung. Der Kaderplaner erklärte, wieso man diesen Entschluss gefasst hat. 

"Für alle Seiten die beste Lösung"


​​"Wir haben gemeinsam die sportliche Situation bewertet und sind zu dem Schluss gekommen, dass die Vertragsauflösung für alle Seiten die beste Lösung ist. So hat der Spieler die Möglichkeit, auch nach dem Schließen des Transferfensters am Montag die Suche nach einem neuen Verein fortzusetzen", sagte Schlaudraff gegenüber der Vereinsseite. "Wir wünschen Jonathas für die Zukunft alles Gute – vor allem, dass er möglichst verletzungsfrei bleibt."


Der 30-jährige Mittelstürmer wurde im Sommer 2017 für neun Millionen Euro von Rubin Kazan verpflichtet. Damals glaubten die Vereinsverantwortlichen daran, dass man mit einem bewährten Knipser wie Jonathas das lang andauernde Tor-Problem lösen könnte. Doch es kam ganz anders. 


Jonathas wurde vor allem durch Verletzungen zurückgeworfen und kam deshalb insgesamt nur 24 Mal für Hannover 96 zum Einsatz, dabei gelangen ihm jedoch immerhin zehn Torbeteiligungen. Derzeit ist er ebenfalls verletzt, Jonathas zog sich kürzlich einen Muskelfaserriss zu. Es ist noch unklar, wer sein neuer Arbeitgeber sein wird.