Im Freitagabend-Spiel des dritten Spieltages der Saison 2019/2020 ist der Gast der Gewinner. ​RB Leipzig schlägt ​Borussia Mönchengladbach mit 3:1. Matchwinner war erneut Timo Werner in Topform, der alle drei Tore für RB erzielte. Gladbach hätte in der ersten Hälfte jedoch treffen müssen.


Drei Spiele, drei Siege, neun Tore. Eine bisher makellose Bilanz für Leipzig und den neuen Coach Julian Nagelsmann. Am Abend konnte man gegen Gladbacher, bei denen sichtbar noch nicht alle Abstimmungen und Aktionen in der Offensive stimmen, erneut einen Sieg einfahren. 


Gladbach mit Chancen zur Führung - jedoch vergebens


In der ersten Halbzeit hätten die Gastgeber jedoch in Führung gehen müssen, was bei solch engen und intensiven Spielen demnächst der wichtige Schritt sein muss, um mehr Punkte zu sammeln. Auch wenn es nicht die größten Chancen aufseiten der Fohlenelf gab, gehörten die ersten 20-30 Minuten den Gladbachern - die vielen Abschlüsse, die man sich durch Aufmerksamkeit und hohes Pressing erarbeitete, müssen schlichtweg gefährlicher und zwingender werden. Hier fehlte zu oft die letzte Abstimmung. 


Durch das sichere Auftreten und das erfolgreiche Pressing von BMG sah sich Leipzig des Öfteren gezwungen, lange Bälle zu spielen, die häufig im Ballverlust endeten. In der 38. Minute war es dann jedoch Timo Werner, der sich nach Vorlage von Emil Forsberg durchsetzen und die 1:0-Führung erzielen konnte. 


FBL-GER-BUNDESLIGA-MOENCHENGLADBACH-LEIPZIG

Matchwinner Timo Werner mit Julian Nagelsmann - in dieser Saison bisher eine sehr gute Partnerschaft



In der zweiten Halbzeit ging es direkt (47. Minute) mit einem Werner-Tor weiter. Nach der Balleroberung von Kevin Kampl im Mittelfeld ging es mit einem simplen "Tief-Klatsch-Ball" in die Umschaltbewegung. Werner setzte sich dank seiner Geschwindigkeit gegen mehrere Gladbacher durch, und kann so ungestört im 1-vs-1-Duell gegen Sommer auf 2:0 erhöhen.


Anschließend kam auch wieder mehr von der Borussia. RB zog sich weiter zurück, setzte mehr auf ihre Konterstärke. Bis Minute 65. drückte die Elf von Marco Rose, spielte oft am gegnerischen Sechzehner umher. Das Problem: Man schaffte es gegen sehr gut organisierte Leipziger nicht, die Lücke für eine Großchance zu finden. Letztendlich zahlte sich die zeitweise Überlegenheit nicht aus, die größte Gefahr herrschte bei einem abgeprallten Pfostentreffer durch Willi Orban. 


Druck auf das RB-Tor: Der Anschlusstreffer fällt zu spät


Dann kam auch Leipzig wieder mehr aus der eigenen Hälfte, Julian Nagelsmann wollte mehr Ballbesitz und Offensivaktionen sehen, wodurch RB wieder deutlich aktiver wurde. Gladbach hatte währenddessen weiterhin Probleme, ihre Zielspieler vorne am Ende von Umschaltsituationen zu finden. Zu viele Konter liefen ins Leere. 


In der Schlussphase drückte Gladbach weiter, wollte unbedingt das Anschlusstor um die Partie in den letzten zehn Minuten noch einmal spannend zu machen. Das gelang jedoch erst in der 91. Minute, als Breel Embolo nach einem Freistoß den Kopfball verwandeln konnte - zu spät. Ein langer Ball von RB-Keeper Peter Gulacsi landete bei Werner, der den Ball schnell kontrolliert und mitten zum 3:1-Endstand erzielte. 



Ein verdienter Sieg für RB, wenn auch nicht allzu souverän. Sie standen defensiv insgesamt sehr sicher, ließen in der zweiten Hälfte kaum Chancen zu. Das lag aber auch an den Fehlern der Gladbacher, die in ihren Abstimmungen noch zu viele Fehler und dementsprechend Ballverluste hatten. Hätten sie diese Situationen besser ausspielen können, wäre man noch gefährlicher geworden. 


Auch wenn es schmerzt, kann Marco Rose erneut einige positive Aspekte der Umsetzung des Matchplans mitnehmen. Über die Länderspielpause wird man weiter an den vielen neuen Aspekten und Ideen arbeiten, ebenso in Leipzig, die allerdings (merkbar) auf einem deutlich größeren Fundament aufbauen können.