Tabellenplatz 11 und 14 stehen aktuell bei den Berliner Klubs zu Buche. Beide Teams haben gute Ansätze gezeigt, doch so langsam muss der Knoten platzen, um keinen Fehlstart hinzulegen. Wir werfen einen genauen Blick auf die bisherigen Leistungen und analysieren Hertha BSC und Union Berlin.


Hertha BSC

Hertha Berlin ist eigentlich gut in die Saison reingekommen. Ein beachtliches Unentschieden zum Auftakt in München machte Mut für einen guten Start. Doch nun das enttäuschende 0:3 im eigenen Stadion gegen den VfL Wolfsburg. Viele Chancen, insbesondere zu Beginn der Partie, die jedoch nicht in Zählbares umgemünzt werden konnten, und am Ende drei Gegentore waren die Hauptbestandteile des Cocktails, der zur ersten Heimniederlage der Saison serviert wurde. 


Doch insgesamt verfügt Hertha über ein stimmiges Konzept. Klünter und Stark wussten gegen Bayern in der Abwehr zu überzeugen, auch Darida und Duda ließen ihre Klasse aufblitzen. Neuzugang Lukebakio muss sich noch mit seinen neuen Teamkameraden akklimatisieren, um an seine Leistungen aus Düsseldorf anzuknüpfen. Wichtig werden nun die kommenden Partien. Mit den Spielen auf Schalke und in Mainz stehen zwei sehr schwierige Auswärtsreisen an. Gegner, die bislang ebenfalls noch nicht vollends überzeugen konnten und im eigenen Interesse die Bestform suchen. Mit vier bis sechs Punkten aus diesen beiden Spielen würde Hertha dann doch einen guten Start hinlegen. Doch wehe, wenn nicht…

Dodi Lukebakio

Lukebakio ist der Königstransfer der Hertha


Union Berlin

Die Eisernen mussten im ersten Heimspiel Lehrgeld bezahlen und durften sich im Kollektiv an das raue Klima der Breitengerade der Bundesliga gewöhnen. Am Ende ging man mit 0:4 baden, was sicherlich auch für den zuerst auf Stabilität bedachten Auftritt am vergangenen Spieltag in Augsburg verantwortlich war. Spieler wie Subotic und Ujah müssen sich trotz Bundesligaerfahrung ähnlich wie Lukebakio bei Hertha einspielen und den eigenen Rhythmus finden. Nur so können sie zu den erhofften Stützen der unerfahrenen Mannschaft werden. 

Neven Subotic

Subotic trifft am kommenden Samstag auf seinen alten Verein Borussia Dortmund


Als nächster Gegner kommt nun Borussia Dortmund ins eigene Stadion. Im ersten Moment eine hoffnungslose Angelegenheit, doch vielleicht ist gerade der BVB der optimale Gegner zu rechten Zeit am richtigen Ort. Auch Köln spielte zu Hause gegen Dortmund befreit auf und zeigte über weite Strecken eine sehr gute Partie. Vielleicht kann Union mit einer ähnlichen Marschroute in die Partie gehen und den Dortmundern mit Körperlichkeit, Laufeinsatz und Stabilität begegnen. 


Attribute, die das Team von Lucien Favre nicht unbedingt unter „Wen suche ich?“ bei einer Singlebörse eintragen würde. Unabhängig davon müssen für Union aber langsam Punkte her. Als nächster Gegner wartet der SV Werder Bremen, der trotz des durchwachsenen Saisonstarts wahrlich keine Laufkundschaft der Liga ist. Ansonsten ziehen ungemütliche Wolken über Berlin auf…