Nach der erlittenen Kreuzbandverletzung wird Leroy Sané sowohl ​Manchester City als auch der Deutschen Nationalmannschaft für den Rest des Kalenderjahres 2019 fehlen. Im neuen Jahr soll der Flügelspieler laut Bundestrainer Joachim Löw frühzeitig wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren, eine Teilnahme bei der Europameisterschaft sieht er nicht in Gefahr.


"​Ich gehe davon aus, dass er im Januar wieder ins Training einsteigt und dann wieder voll belastbar ist", wurde Löw nach der Bekanntgabe des Kaders für die anstehenden Partien in der EM-Qualifikation gegen die Niederlande (06.09) und Nordirland (09.09) vom Sportbuzzer zitiert. 


Mit Sané, der sich vor etwas mehr als einer Woche in Innsbruck von Dr. Christian Fink operieren ließ, habe sich der Bundestrainer in den vergangenen Tagen ausgetauscht und sei bestens über seinen Gesundheitszustand informiert: "Ich weiß, dass die Operation gut verlaufen ist, dass das Knie insgesamt sehr stabil war und stabil sein wird."

Leroy Sane

   Spielt in den Planungen von Jogi Löw eine zentrale Rolle: Leroy Sané.



Die EM-Endrunde, so Löw, sei im Falle einer erfolgreichen Qualifikation kaum in Gefahr. Für den Bundestrainer, der große Stücke auf den 23-Jährigen hält, ein wichtiges Zeichen: "Leroy nimmt eine wichtige Rolle in den Planungen ein - ich rechne natürlich mit ihm. [...] Er hat sich nach der WM zu einem Spieler entwickelt, der die Mannschaft geprägt hat."


Transferpoker "schwierige Situation"


Auch äußerte er sich zu dem letztlich gescheiterten Wechsel von Sané zum ​FC Bayern München. Nachdem der Rekordmeister im Mai öffentlich Interesse bekundete, folgten Medienberichten zufolge erst Ende Juli positive Signale des Nationalspielers, dessen Transfer angeblich nach dem Community-Shield-Spiel gegen den FC Liverpool über die Bühne gegangen wäre - ehe er sich nicht nach wenigen Minuten am Kreuzband verletzt hätte.


 "Das geht nicht spurlos an dem Spieler vorbei", weiß der 59-Jährige, "er stand im Fokus der Medien und es hat sich über mehrere Wochen hinweg gezogen." Für Sané, der sich aus der Öffentlichkeit zurückzog und keine Fragen zum FC Bayern beantwortete, sei der Transferpoker "eine schwierige Situation", die ob der Planungen der Münchner, im Januar einen erneuten Versuch zu wagen, zumindest vorerst keine Rolle mehr spielen dürfte.