​Der Saisonstart für den ​SC Freiburg lief komplett nach Plan. Nach drei Pflichtspielsiegen in Folge blickt der Sportclub mit Zuversicht auf die kommenden Wochen. Die Mannschaft scheint sehr gefestigt und reif, zudem befindet sich auch wieder ein deutscher Nationalspieler in den eigenen Reihen.


Etwas unerwartet dürfte Luca Waldschmidt die große Neuigkeit empfangen haben, eine große Überraschung ist es allerdings nicht. ​Zum ersten Mal berief ihn Nationaltrainer Joachim Löw für die kommenden Länderspiele. Ein Debüt wäre die Krönung nach einer starken Vorsaison und den tollen Leistungen bei der U21-Europameisterschaft. Doch auch in dieser Spielzeit läuft es für den Angreifer wieder richtig rund; das lässt sich allerdings auch über den gesamten Verein sagen.

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Waldschmidt darf sich nun auch in der Nationalmannschaft auszeichnen



Denn neben dem Erreichen der zweiten Pokalrunde, lässt sich auch die Punkteausbeute nach den ersten zwei ​Ligaspielen sehen. Mit zwei Siegen gegen den ​FSV Mainz und ​Paderborn sorgte die Mannschaft von Trainer Christian Streich für Aufmerksamkeit. Vor allem die Offensive machte bisher einiges richtig. Das Offensiv-Ensemble um den neuen Nationalspieler Waldschmidt erzielte bereits fünf Tore, Jonathan Schmid sorgte für den sechsten Treffer.


Sehr breiter Kader bringt Qualität mit


Nichtsdestotrotz sind die Auftaktsiege keine große Überraschung, denn der Sportclub machte im Sommer viel richtig. Einen wirklichen Leistungsträger verkaufte Freiburg nicht, dafür wurden 14 Millionen Euro in neue Stars investiert. ​Vor allem Schmid fügte sich gleich hervorragend ein und bringt mit der große Erfahrung Sicherheit in die Abwehrreihe. Dort agiert der langjährige Coach Streich nun mit einer Fünferkette, die bislang wenig zuließ.


Das zweikampfstarke Zentrum aus Philipp Lienhart, Robin Koch und Nico Schlotterbeck hat sich blendend eingespielt. Doch neben den jetzt schon ausgereiften Fähigkeiten bringt das Trio weiteres Potential mit; Lienhart und Koch sind mit 23 Jahren die ältesten Spieler des Abwehrriegels. Zudem steht mit Dominique Heintz ein weiterer erstklassiger Innenverteidiger zur Verfügung.

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Freiburgs Defensive ist jung und wild: Nico Schlotterbeck (li.) und Robin Koch (re.)



Doch auch das Mittelfeld ist mit Nicolas Höfler und Jérôme Gondorf gut besetzt. Der bis vor kurzem verletzte Janik Haberer oder auch Kapitän Mike Frantz gelten des weiteren als Alternativen. Insgesamt ist die Mannschaft also hervorragend besetzt und kann auch auf Ausfälle des Stammpersonals reagieren. Dass sich das Team schon so früh an das neue 5-4-1-System gewöhnt hat, ist ebenso erstaunlich.


Es passt also alles bei den Freiburgern. Einsatz und Leidenschaft stimmen beim Sportclub sowieso, mit dem enormen Selbstvertrauen sollen nun auch die nächsten Hürden genommen werden. Dass der aktuelle zweite Tabellenplatz irgendwann verloren geht, ist klar, doch zumindest die eigenen Ansprüche wurden nun nach oben geschraubt. So lang es möglich ist, wollen sich die Freiburger deshalb oben halten. Die Fans können sich dabei auf eine tolle Saison freuen, denn auch die kommenden Gegner sind durchaus schlagbar - mit dem BVB würde Stand jetzt das Spiel zwischen dem Tabellenersten und Zweiten auf den Sportclub warten. Man darf ja träumen.


Die nächsten Partien des Sportclubs

SpieltagGegner
​3.​1. FC Köln (H)
​4.​TSG Hoffenheim (A)
​5.​FC Augsburg (H)
​6.​Fortuna Düsseldorf (A)
​7.​Borussia Dortmund (H)