​Am vierten Spieltag war es endlich soweit: nach bisher magerer Punkteausbeute (ein Zähler aus drei Partien) konnte der ​FC St.Pauli gestern Abend endlich den erlösenden Dreier einfahren. Gegen Holstein Kiel wurde ausgerechnet einer der Neuzugänge zum Helden.


Donnerstag vorgestellt, Montag einer der Match-Winner


Am Donnerstag war​ James Law​rence (27) am Millerntor dem Publikum als Neuzugang vorgestellt worden. Für ein Jahr leiht der Kiez-Klub den walisischen Abwehrrecken vom belgischen Spitzenklub RSC Anderlecht aus. Mit seiner Verpflichtung schließen die Verantwortlichen die durch die Verletzung von Christopher Avevor gerissene Lücke im zentralen Defensivverbund der Hamburger. 


Schon bei seiner Vorstellung an seiner neuen sportlichen Wirkungsstätte machte Lawrence einen sehr ruhigen und souveränen Eindruck. Doch, dass der dann gleich bei seinem ersten Einsatz für die "Braunen" mit gleicher Ruhe und Gelassenheit operiert, war in dieser Form nicht zu erwarten. 


Satte 92 Prozent Passgenauigkeit


Fünfmal bereinigte die 1,87 Meter große Abwehrkante gefährliche Situationen im eigenen Strafraum. Das alleine ist schon bemerkenswert. Doch hinzu kommen fast unglaubliche 92 Prozent an Passgenauigkeit. Es wirkte bisweilen, als ob Lawrence nie woanders gespielt hätte. 

Die Krone setzte er dem Ganzen aber noch mit seinem 1:0-Führungstreffer auf. Der Jubel danach (eine Art militärischer Gruß) galt seinem vor kurzem verstorbenen Großvater. "Ich habe ihm salutiert", so Lawrence gegenüber der Mopo, "weil er beim Militär gewesen ist." Auftrag erfüllt - könnte man sagen. 


Nicht nur von dem endlich eingetüteten Dreier war Lawrence nach dem Spiel begeistert. Auch die Stimmung am Millerntor hatte es dem Briten angetan: "Es war eine unglaubliche Atmosphäre. Das hat mir eine Menge Energie gegeben." Wie anscheinend der ganzen Truppe, die das Spiel am Ende auch und nicht zuletzt über den leidenschaftlichen Kampf für sich entscheiden konnte.