​Der ​Fall J​atta kommt nicht zur Ruhe. Wie auch, bei den andauernden Pfeifkonzerten und Schmähungen auf fremden Plätzen gegenüber dem Gambier? Jetzt hat sich der DFB mal wieder kurz aus der Deckung gewagt und eine (unheilvolle) Prognose in den Raum gestellt.


Anton Nachreiter, seines Zeichens Kontrollausschuss-Vorsitzender beim DFB, sagte gegenüber der Welt: "Aus meiner Sicht ist nicht klar, ob eine abschließende Entscheidung ergehen kann oder ob man nicht sagen muss, das Verfahren muss man doch wieder aussetzen, bis etwa die Ausländerbehörde zu einem definitiven Ergebnis kommt. Der Fall Jatta könnte sich zu einer unendlichen Geschichte entwickeln". 


Nürnberg-Protest als Präzedenzfall


Für Mitte September wird erwartet, dass der DFB im Falle des Nürnberger Protests gegen die Wertung ihres Heimspieles gegen den ​HSV (0:4) eine Entscheidung fällt. Nachreiter dazu: "Dann müssen wir sehen, ob das Auswirkungen auf andere Einspruchsverfahren hat." Auch der VfL Bochum und seit gestern der Karlsruher SC haben schon angekündigt, Protest einzulegen bzw. haben es schon getan. 


Die Aussage Nachreiters ist in einem juristischen Sinne zu verstehen: sollte im Falle des Nürnberger Einspruchs eine definitive, auch die Grundlage betreffende Entscheidung fallen, könnten die anderen Verfahren relativ schnell abgewickelt werden. 


So schnell wird keine Ruhe reinkommen


Eine definitive Entscheidung wiederum hängt von der Beweislage ab, die die entsprechenden Stellen bis dahin zusammengetragen haben. Alles hängt also davon ab, wie schnell die ordentlichen Gerichte und zuständigen Behörden den Fall bearbeiten und - vor allem - entscheiden. In Kenntnis des chronischen Personalmangels bei den Gerichten und der damit einhergehenden Überlastung für die handelnden Richter, ist die Furcht vor einem sich in die Länge ziehenden Verfahrens durchaus nicht unberechtigt. Bis auf Weiteres wird in diese Causa also erstmal keine Ruhe kommen.