Nach dem gestrigen Spiel des ​Karlsruher SC gegen den ​Hamburger SV (2:4) legte nun auch der KSC Protest wegen der weiterhin nicht offiziell geklärten Causa um Bakery Jatta ein. Nun sind sowohl die DFL als auch der DFB gefordert, in der Sache ein Urteil zu fällen, fordern die Vereine.


Vor wenigen Wochen waren durch Berichte der Sportbild mögliche Zweifel an der Identität von HSV-Profi Bakery Jatta aufgekommen. Demnach soll es sich um eine andere Vorgeschichte (bspw. das Alter) und um einen falschen Namen handeln - die Vorwürfe stehen trotz mehrerer Anhörungen und vorliegender Papiere weiterhin im Raum. Nach dem gestrigen Spiel reihte sich nun auch der KSC in die Reihe der Vereine ein (​Nürnberg und ​Bochum), die vorsorglich Protest gegen die Spielwertung eingelegt haben. 


"Im Interesse des Vereins" - KSC legt Protest ein


Der Verein handelt so, "um die Interessen des Vereins und seiner Mitglieder zu wahren", heißt es im Statement. KSC-Präsident Ingo Wellenreuther sieht die Fußballverbände in der Pflicht: "Der DFB muss prüfen, wenn Zweifel an einer wirksamen Spielberechtigung vorliegen, ob diese Zweifel berechtigt sind [...]. Da muss jetzt mal Schicht rein. DFL und DFB sind jetzt gefordert."

Bakery Jatta

Stand gegen den KSC in der Anfangsformation: Bakery Jatta


HSV-Trainer Dieter Hecking ist von der nun andauernden Geschichte ebenfalls genervt. Auf der vereinseigenen Homepage äußerte er sich ebenfalls zu den neuesten Entwicklungen: "Die Stimmung gegen Baka (Anm. d. Red.: ​Im Spiel gegen den KSC gab es Pfiffe gegen ihn) wird natürlich auch geschürt. [...] Trotzdem steckt Baka alles sensationell weg. Wie es in dem Jungen aussieht, weiß aber keiner so genau, das muss immer neu beobachtet werden." Einen möglichen Fehler sieht er, wenn überhaupt, nur in kleinen Details: "Ich finde es schade, weil - wenn überhaupt - ein Formfehler begangen wurde."


Nun liegt es an den Verbänden, endlich Licht ins Dunkle zu bringen. Es sollte möglichst schnell geklärt werden, ob die Spielberechtigung rechtens ist und zum Spieler "gehört" - ansonsten werden sich zwangsweise auch weitere Klubs den Protesten anschließen, und desto größer und langlebiger wird die Causa Jatta werden. ​​Im 90min-Interview hatte sich auch der Journalist Daniel Jovanov zu der Angelegenheit geäußert.