​Mehr als eine Stunde lang schien es so, als könnte der ​1. FC Köln am Freitagabend dem großen Favoriten aus ​Dortmund den Schneid abkaufen. Doch in den letzten zwanzig Minuten brach die Mannschaft auseinander, und der BVB sorgte für klare Verhältnisse. Trotzdem erntet das Kölner Team lob von den Verantwortlichen, die Niederlage bot einige Lichtblicke.


Trotz einer tollen Mannschaftsleistung sollte es am Ende nicht zu den ersten Zählern der Saison reichen. Am Freitagabend ging auch das zweite Ligaspiel der Kölner verloren, Ratlosigkeit macht sich breit. Doch den Mut verliert der Effzeh in keinem Fall, immerhin zeigte sich das Team im Vergleich zum Saisonauftakt deutlich verbessert.


Auf der guten Leistung gegen die Dortmunder lässt sich für die kommenden Wochen aufbauen. "Man hat gesehen was wir vorhaben, welche Art von Fußball wir spielen wollen", so Geschäftsführer Armin Veh im kicker. Diese Leistung soll auch in den nächsten Spielen genau so auf den Platz gebracht werden. Für die FC-Profis war das Duell gegen die Borussia ein weiterer Entwicklungsschritt.

Armin Veh

Veh war mit der gezeigten Leistung durchaus zufrieden



"Der Lerneffekt ist einfach, dass das der Maßstab ist an Laufbereitschaft und Aggressivität in allen Spielen und nicht nur gegen den BVB", so Veh. Schon in einer Woche wird sich zeigen, wie viel die Kölner Mannschaft aus der Partie mitnehmen konnte. Gegen den SC Freiburg kommt es nämlich bereits zum nächsten Härtetest. Die dringend benötigten Punkte sollen dort eingefahren werden.


Das frenetische Heim-Publikum wird dort allerdings keine Unterstützung sein können. Viel eher müssen sich die Geißböcke dann doch wieder auf ihre eigenen Fähigkeiten verlassen. Für die wichtige Begegnung wird Kämpfer und Torjäger Jhon Córdoba aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel allerdings ausfallen. Doch auch ohne den laufstarken Angreifer muss der FC in Freiburg auf einen Sieg hoffen.


Die nächsten Spiele des 1. FC

SpieltagGegner
​3.​SC Freiburg (A)
​4.​Borussia Mönchengladbach (H)
5.​​Bayern München (A)
​6.​Hertha BSC (H)
​7.FC Schalke 04​ (A)

Denn nach dem Sport-Club wartet auf den Aufsteiger ein schweres Programm. Bis dahin will sich das Team von Trainer Achim Beierlorzer weiter verstärken und viel Selbstvertrauen sammeln. Einen ähnlich tragischen Abstieg wie vor zwei Jahren möchte die Mannschaft in jedem Fall verhindern, doch auch dort begann die Saison ähnlich, wie es aktuell der Fall ist. Die Leistung gegen die Dortmunder macht aber Hoffnung, noch ist nichts verloren.


Veh hebt Skhiri hervor


Die Verantwortlichen sahen am Freitag allerdings nicht nur eine gute Mannschaftsleistung. Auch ein paar individuelle Vorstellungen taten sich besonders hervor, im Speziellen die Neuzugänge sorgten für Eigenwerbung. Sein Startelfdebüt feierte dabei unter anderem der tunesische Nationalspieler Ellyes Skhiri. Dabei beeindruckte vor allem seine Laufleistung und die durchgehende Bereitschaft.

FBL-GER-BUNDESLIGA-COLOGNE-DORTMUND

Ließ dem Gegner kaum Raum zur Entfaltung: Ellyes Skhiri



"Skhiri ist mit 12,7 Kilometern die meisten gelaufen. Die ist er in Frankreich eigentlich immer gelaufen, fast einen 13er-Schnitt"​, so Veh. "Er wird für uns sicher ein wertvoller Spieler, weil er viele Wege geht, viele Dinge zumacht." Sein Auftritt war durchaus vielseitig, sein Pressing bereitete dem BVB-Mittelfeld einige Probleme. Der Geschäftsführer freut sich allerdings vor allem auf das sich formende Duo mit einer anderen Verpflichtung.


"Das Zusammenspiel wird normalerweise noch besser, automatisiert sich, von daher bin ich mit den Neuen zufrieden." Die Rede ist hierbei von Birger Verstraete, der gegen Dortmund ebenfalls sehr zu gefallen wusste. Trotz der bislang punktlosen Ausbeute schöpft die Mannschaft Hoffnung und ist bereit für die nächsten Aufgaben. Da ist es besonders hilfreich, wenn sich auch die Verstärkungen so stark einbringen.