Nach den ersten beiden Spieltagen steht ​Borussia Mönchengladbach mit vier Punkten auf dem siebten Platz. Mit den beiden Ergebnissen kann man durchaus zufrieden sein, auch angesichts der Umstellung, die man aktuell vornimmt. Durch die positive Punkteausbeute hat Marco Rose weiterhin die Ruhe und Zeit, um die etwas holprigen Spiele genauer aufzuarbeiten.


Auch wenn es unter dem Strich bislang nach einem guten Start in die Saison aussieht, sowohl in der Bundesliga, als auch mit dem (unsicheren) Einzug in die zweite Pokalrunde, gibt es in Gladbach weiterhin Arbeit zu verrichten. Überraschen tut das nicht, denn mit Marco Rose stellt man viele Dinge um, ganze Abläufe müssen trainiert und eine neue Philosophie erlernt werden.


Die Resultate passen und geben "Überzeugung"


Mit dem 0:0 gegen ​Schalke 04 konnte man durchaus zufrieden sein, und hinter dem Auswärtssieg in ​Mainz (1:3) verstecken sich auch noch ein paar Baustellen. Über Teile des Spiels tat sich die Fohlenelf schwer, konnte nicht wirklich in den geforderten und geplanten Spielfluss kommen. 


Umso besser, dass bisher die Ergebnisse passen. "In der Phase, in der wir uns aktuell befinden, sind diese Ergebnisse ganz besonders wichtig", wird Trainer Rose von der Rheinischen Post zitiert. "Gerade für uns, weil wir so wieder eine Woche Zeit haben, um in Ruhe weiter an den Dingen zu arbeiten. Außerdem wächst durch Erfolgserlebnisse die Überzeugung", so der Coach weiter. 

Breel Embolo

Breel Embolo, Torschütze zum 1:3 Endstand, lässt sich von seinen Kollegen feiern


An vielen Stellen erkennt man schon den Einfluss Roses, doch in manchen Situationen erkennt man noch alte Verhaltensmuster - auch gegen Mainz. Nach Ballverlusten oder allgemein in der Defensive geht der erste Impuls (zu) häufig noch ins Rückwärstverteidigen, anstatt zusammen direkt wieder Druck auf den jeweils Ballführenden zu machen, um durch eine schnelle Balleroberung wieder mit Tempo vor das gegnerische Tor zu kommen. 


Das sind jedoch Aspekte, die nach einer gewissen Zeit auch in den Kopf übergehen. Eine solche Umstellung benötigt Zeit. Das weiß Marco Rose, das wissen die Spieler, und auch Sportdirektor Max Eberl. Umso besser, dass die Ergebnisse schonmal passen und man so besser und ruhiger weiterarbeiten kann.


Denn am Ende bedeutet das auch: Wenn die Ergebnisse jetzt schon passen, ist mit dem VfL im weiteren Saisonverlauf zu rechnen!