​Er war vielleicht die größte Überraschung am ersten Spieltag. Zack Steffen, 24 Jahre alt, hielt beim Bundesliga-Auftakt gegen den ​SV Werder Bremen mit einer starken Leistung den Sieg fest. Für die Düsseldorfer ist sein Auftreten allerdings keine Überraschung. Bisher begeisterte der US-Amerikaner so sehr, dass ihn die Fortuna auch nach dem Leih-Jahr verpflichten will.


Die neue Nummer Eins im Tor des Bundesligisten ist in Deutschland kein Unbekannter. Trotzdem kam der Keeper erst am vergangenen Wochenende zu seiner ​Bundesliga-Prämiere. Bei den Düsseldorfern sorgte Steffen nämlich seit dem Start für einen sehr guten Eindruck und betreibt viel Eigenwerbung. Das große Vertrauen zahlte er bereits mit guten Leistungen und starker Präsenz zurück.


Doch der 24-Jährige ist noch keine langfristige Verstärkung für die Fortuna. Der Torhüter kam erst einmal leihweise von ​Manchester City. Die Sky Blues verpflichteten Steffen für acht Millionen Euro, verliehen ihn allerdings sofort weiter in die Bundesliga. Dort sorgt er nun für Aufmerksamkeit.


Verpflichtung ohne Kaufoption geplant


„Eine Kaufoption mit Manchester haben wir leider nicht vereinbaren können. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass wir Zack Steffen am Ende der Saison verlieren. Da sollte man unsere Zähigkeit nicht unterschätzen“, so Vorstandschef Thomas Röttgermann gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Somit ist eine vertraglich vorgeschrieben Verpflichtung keine Option für die Düsseldorfer. 


Sollte der Torhüter die starken ersten Wochen bestätigen, möchte die Fortuna ihn allerdings trotzdem langfristig binden. Auch ohne Kaufoption rechnet sich der Klub Chancen aus. Immerhin verbesserte sich die finanzielle Situation des Traditions-Vereins seit dem Aufstieg erheblich. Dass sich das Team mit dem großen ​Premier-League-Klub messen kann, ist deswegen zumindest denkbar.


Denn auch für das Wohl von Steffen wäre ein Verbleib sicherlich die beste Lösung. Erstmals in seiner noch jungen Karriere scheint sich der US-Amerikaner nämlich so richtig wohl zu fühlen. Ehemalige Stationen wie der ​SC Freiburg waren für seine Entwicklung kaum förderlich. Nun kommt er allerdings auch bei seinen Teamkollegen und Verantwortlichen gut an, im Verein spricht man von ihm in höchsten Tönen.

Zackary Steffen

In Düsseldorf macht Steffen auf sich aufmerksam



"Wir haben natürlich festgestellt, dass er ein außergewöhnlich guter Torhüter ist. Das zeigt ja auch, dass Manchester ihn für sehr viel Geld unter Vertrag genommen hat", so Röttgermann. Auch Stürmer Rouwen Hennings spricht sich für die Leistungen seines Schlussmannes aus. Er mache „auf jeden Fall einen sehr guten Eindruck, strahlt sehr viel Ruhe aus und versucht auch spielerische Lösungen zu finden.“


Bis zum nächsten Sommer wird allerdings noch einiges passieren. Steffen muss seine gute Frühform bestätigen und sich weiter für die Fortuna empfehlen. Einen ähnlich talentierten Schlussmann gibt es im Düsseldorfer Kader nämlich nicht. Ungewiss ist dagegen noch, inwieweit City mit dem vielversprechenden Steffen plant. Doch sich einfach so geschlagen geben wird sich der Bundesligist in einem möglichen Transferpoker nicht.