​​Eintracht Frankfurt muss am Sonntagnachmittag auswärts bei ​RB Leipzig ran. Obwohl die Hessen unter der Woche eine 0:1-Niederlage in der Europa-League-Qualifikation verdauen mussten, wird Adi Hütter beim Duell gegen die ambitionierten Sachsen seine Rotationsmaschine wohl noch nicht auf die höchste Stufe schalten.


Die Torhüterfrage stellt sich bei der Eintracht nach der festen Verpflichtung von Kevin Trapp ohnehin nicht mehr. Auch gegen die offensivstarken Leipziger wird der 29-Jährige zwischen den Pfosten stehen

Adi Hutter

Adi Hütter war mit dem Auftritt in der Europa-League-Quali nicht zufrieden



Bei der ​Pleite gegen RC Straßburg hatte Adi Hütter seine Schützlinge noch in einem 3-4-2-1-System angeordnet. Da diese Taktik am Ende aber nicht von Erfolg gekrönt war, dürfte es gegen die Leipziger auf ein 3-5-2-System hinauslaufen. In diesem Falle würden sich die Spielsysteme beider Mannschaften zumindest auf dem Papier gegenseitig spiegeln.


Keine Veränderungen in der Defensive


In der Abwehr der Hessen dürfte alles beim Alten bleiben. Martin Hinteregger, David Abraham und Makoto Hasebe werden dabei voraussichtlich alle Hände voll zu tun bekommen, zeigten sich die roten Bullen bei ihrem Saisonauftakt gegen Union Berlin doch bereits sehr zielstrebig und konnten mit einem klaren 4:0-Sieg ihre großen Ambitionen eindrucksvoll unterstreichen.​


Wie bereits in der Vor-Saison bleiben Danny da Costa und Flip Kostic die Dauerläufer der Eintracht. Beide Außenbahnspieler werden auch gegen die Leipziger in der Startelf erwartet und bekommen es am Sonntag mit ebenfalls laufstarken Gegenspielern zu tun. Umso wichtiger wird es daher sein, die Gegenüber immer wieder zu beschäftigen und defensiv zu binden.


Auf der Doppelsechs wussten Lucas Torro und Gelson Fernandes unter der Woche nicht wirklich zu überzeugen. Gut möglich also, dass Hütter reagieren und Sebastian Rode sowie Dominik Kohr das Vertrauen schenken wird. Insbesondere von Rode erhoffen sich die Frankfurter dabei deutlich mehr Stabilität und Durchsetzungsvermögen, auch wenn der Ex-Dortmunder bis zuletzt die Folgen eines Knorpelschadens auskurieren musste.


Rebic trotz Rüffel wohl gesetzt


Um Platz zu machen für einen weiteren echten Stürmer, dürfte Mijat Gacinovic aus der Startelf gestrichen werden. Als alleiniger offensiver Mittelfeldspieler hätte dabei Daichi Kamada alle Fäden in der Hand.

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Ante Rebic zeigte gegen Straßburg nur selten vollen Einsatz



In vorderster Front könnte Goncalo Paciencia eine Chance von Beginn an bekommen. Der 25-jährige Portugiese war in der Europa-League-Quali zur Halbzeit eingewechselt worden, konnte sich aber nicht auf der Scorerliste verewigen.


Neben Paciencia bleibt Ante Rebic wohl gesetzt und dass obwohl Hütter seinen wechselwilligen Angreifer nach seiner schwachen Leistung gegen Straßburg ​öffentlich kritisiert hatte. Da der Deal mit Wunschtransfer Bas Dost aber noch immer nicht eingetütet werden konnte, steht dem österreichischen Cheftrainer kein adäquater Ersatz zur Verfügung. Eintracht-Fans hoffen daher, dass sich Rebic die Kritik zu Herzen genommen hat und womöglich in Extra-Motivation ummünzen kann​.


Die voraussichtliche SGE-Formation:


Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Kohr, Rode - da Costa, Kostic - Kamada - Paciencia, Rebic