​Obwohl sich die Spieler von Borussia Dortmund beim Gastspiel gegen den ​1. FC Köln am Freitagabend lange Zeit schwer getan hatten und sogar einem 0:1-Rückstand hinterher laufen mussten, konnten der Vizemeister der Vorsaison am Ende einen 3:1-Erfolg einfahren. Beide Seiten gaben im Anschluss ihre Einschätzungen zum Auftakt des 2. Spieltages in der Bundesliga ab.


Effzeh-Coach Achim Beierlorzer zeigte sich trotz dem verpassten Heimzähler keineswegs frustriert, sondern stellte seinen Spielern ein gutes Arbeitszeugnis aus. "Ich kann meiner Mannschaft zu der Leistung nur gratulieren. Wir sind immer wieder angelaufen", betonte der 51-Jährige nach der Partie.

Achim Beierlorzer

Die Kölner konnten sich nach der Partie nur wenig vorwerfen



Dabei erklärte Beierlorzer, dass es seiner Mannschaft in der ersten Hälfte gelungen war, die Offensive der Dortmunder gut in Schach zu halten. Umso bitterer sei daher der Ausgleich zum 1:1 gewesen, der nach einer Ecke zu Stande gekommen war. In der Folge seien seine Schützlinge dann "einfach zu gierig" gewesen und hätten so den zweiten Gegentreffer kassiert.


Dominick Drexler, dem in der 29.Spielminute der 1:0-Führungstreffer gelungen war, schlug in eine ähnliche Kerbe wie sein Trainer und sprach ebenfalls von einer "über weite Strecken guten" Leistung seiner Mannschaft. "Am Ende zählt jedoch nur das Ergebnis und es ist schade, dass wir leer ausgehen", so der ehemalige Kieler. Dass ihm dabei selbst sein erster Saisontreffer gelungen war, sei zwar schön, am Ende hätte er sich aber "über drei Punkte noch mehr gefreut.


Reus lobt die Ruhe seines Teams


​BVB-Kapitän Marco Reus räumte nach dem Spiel zwar ein, dass sein Team noch weit weg sei,  "von dem Potenzial, das wir in der Mannschaft haben", unterm Strich, sei der Start in die Saison aber in Ordnung gewesen.


Angesprochen auf das zähe Ringen mit den Kölnern, sah Reus viele positive Dinge. "Wir sind geduldig geblieben. Wir wollten in der Halbzeit, dass wir das Tempo mehr forcieren - über die Außen und die Mitte. Es war nur eine Frage der Zeit, bis wir zu Möglichkeiten kommen. Wir hatten nicht viele Gelegenheiten, diese haben wir aber genutzt. Im Nachhinein ist es perfekt gelaufen", so der Spielmacher.


Brandt betont Tiefe des Kaders


Julian Brandt war nach seiner Einwechslung zwar an keinem Treffer direkt beteiligt, augenscheinlich war aber dennoch, wie viel Schwung der ehemalige Leverkusener ins Offensivspiel des BVB bringen konnte. Nach der Partie lobte auch der Nationalspieler die Einstellung seiner Mannschaft: "Wir wussten, dass es kein einfach Spiel wird. Wir haben Moral gezeigt und das spricht für uns."

Kingsley Schindler,Julian Brandt

Julian Brandt sprühte nach seiner Einwechslung vor Spielfreude



Zudem unterstrich der Edel-Joker, wie wichtig es sei, im Laufe eines Spiels noch einmal durch Einwechslungen nachlegen zu können. "Achraf macht sogar das Tor. Ich habe auch versucht, nochmal Geschwindigkeit reinzubringen. Es ist wichtig, dass man hinten raus noch gute Kräfte von der Bank bringen kann", so der 23-jährige Linksaußen. insgesamt könne man bei den Borussen von einer "Qualitätsbreite" und einem "gesunden Konkurrenzkampf" sprechen.


Auch Roman Bürki erklärte laut Sky nach dem Erfolg in Köln, dass man sich bereits im Vorfeld auf einen heißen Tanz eingestellt hatte, der beim Gegner aber auch seinen Tribut einfordern werde: "Wir haben gewusst, dass die Kölner das Tempo nicht über 90 Minuten gehen können. Das hat der Trainer auch nochmal in der Halbzeit angesprochen. Wir haben immer an uns geglaubt."