​​Hannover 96 muss derzeit auf Jonathas verzichten. Der Brasilianer ​zog sich im Training vor zwei Wochen einen Muskelfaserriss zu und steht Trainer Mirko Slomka damit vorerst nicht zur Verfügung. Am Donnerstag gab Slomka bekannt, dass Jonatahs länger ausfällt, als geplant.


Mit seinen 30 Jahren ist Jonathas nicht mehr der jüngste Hüpfer auf dem grünen Rasen. Mirko Slomka will daher das Risiko einer weiteren Verletzung vermeiden - und den Brasilianer langsamer als geplant an sein Comeback heranführen: "Wir haben uns gemeinsam mit ihm dazu entschieden, dass wir jetzt nicht den ganz normalen Ablauf nach einem Muskelfaserriss wählen." Jonathas wird planmäßig nach der Länderspielpause Anfang September wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.


Slomka plant offenbar mit Jonathas


"Ich habe Jonathas gesagt, dass er im Falle eines persönlichen Unwohlseins, muskulär natürlich, sofort zu mir kommen soll, damit wir im Training darauf Rücksicht nehmen können. Er ist auch keine 23 mehr, sondern 30. Und da muss man ihn hier und da vielleicht auch mal für einen Moment rausnehmen", führte Slomka aus. Denn: "Manchmal ist weniger mehr." Offenbar plant Slomka weiterhin mit dem Brasilianer, der durchaus als Verkaufskandidat am Maschsee gehandelt wird. "Wir möchte nicht nach drei Wochen wieder dastehen und sagen: Jetzt haben wir die nächste Verletzung. Wir müssen intensiv daran arbeiten, dass das nicht mehr vorkommt", sagte der Hannoveraner Cheftrainer.

Entscheidend für den weiteren Heilungsverlauf sei es nun, dass Jonathas transparent mit seinem Zustand umgeht und eventuelle Beschwerden mit Slomka und seinem Team kommuniziert. "Jonathas hat Verständnis gezeigt. Das war uns wichtig, weil er da mit uns in einem Boot sitzen muss. Sonst kann das nicht funktionieren", schloss Slomka.