​Seit dieser Saison hat auch in der Premier League die fortschreitende Veränderung des Fußballs Einzug gehalten und können die Schiedsrichter auf der Insel auf die Hilfe des Video-Assistant Referees, kurz VAR, zurückgreifen. ​Mohamed Salah sieht diese Entwicklung zwar prinzipiell kritisch, der Star des ​FC Liverpool erklärte aber auch, welche Vorteile er persönlich daraus ziehen wird.


Schon in früheren Interviews hatte sich der Angreifer der Reds nicht gerade als Fan der tiefgreifenden Veränderungen im Fußball geäußert. In einem Gespräch mit CNN gab der 27-Jährige nun erneut eine Einschätzung ab. "Ich mag den VAR nicht, das war schon immer meine Antwort. Ich mag den Fußball, wie er ist, mit den Fehlern der Schiedsrichter und den Emotionen der Spieler auf dem Platz", so der ägyptische Superstar.

Mohamed Salah,Serge Aurier

Bei Salah wissen sich viele Gegenspieler nur mit einem Foul zu helfen


Wer Salah kennt, weiß aber, dass sich der Angreifer schnell an die veränderten Umstände  anpassen wird. So gab der Goalgetter mit einem leichten Schmunzeln zu, dass er am Ende von der Einführung des Videobeweises sogar profitieren wird. So rechnet der Schützling fest damit, dass er in Zukunft dank der Überprüfung einzelner Spielsituation deutlich öfter als zuvor zur Ausführung eines fälligen Elfmeters wird schreiten dürfen.


Überprüfung von harten Fouls


Ein weiterer Vorteil und nach Ansicht von Salah der einzig nennenswerte, sei, dass die Schiedsrichter durch diese neuen Hilfsmittel die Möglichkeit erhalten, Foulspiele im Nachhinein noch einmal zu überprüfen und entsprechend zu ahnen. So könnte es gelingen, "Spieler vor Fouls und gefährlichem Spiel zu schützen".


Bei diesem Statement dürfte Mohamed Salah auch an seine persönliche Vergangenheit gedacht haben. Unvergesslich bleibt schließlich die Verletzung des Stürmers, die er sich im Champions-League-Finale 2018 nach ​grobem Foulspiel von Sergio Ramos zugezogen hatte. Anstatt vom Platz zu fliegen, durfte der Kapitän von Real Madrid damals am Ende den Henkelpott nach oben stemmen.