Einen Tag, bevor die Deutsche Fußball-Liga (DFL) den neuen Aufsichtsrat und das neue Präsidium wählt, kommt es zur Überraschung: Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von ​Borussia Dortmund, zieht seine Kandidaturen zurück!


Wie die Bild berichtet, habe Hans-Joachim Watzke eine Vorbereitungssitzung für die morgen anstehende Wahl mit schlechter Laune verlassen. Dabei habe er die Entscheidung getroffen, seine beiden Kandidaturen für den Aufsichtsrat und das Präsidium zurückzunehmen.


"Team Mittelstand" sorgt für Watzke-Entscheidung


Der Grund dafür soll vor allem eine Gruppierung von Traditionsvereinen sein, darunter ​Hertha BSC, ​VfB Stuttgart, ​Hamburger SV, ​Werder Bremen und ​Eintracht Frankfurt, die versuchen, die Verteilung der TV-Gelder zu verschieben. Das würde zu ihren Gunsten passieren und auf Kosten der großen Vereine der Liga, wie Bayern, ​Schalke, oder eben auch dem BVB. 


Diese Gruppierung "Team Mittelstand" und ihr Vorhaben, sollen Watzke zur Entscheidung gebracht haben. Wie weiter berichtet wird, werden die großen Vereine folgend nur noch durch Jan-Christian Dreesen (​FC Bayern) durch einen Präsidiumssitz und durch Peter Peters (S04), der Chef im besagten Aufsichtsrat werden soll, vertreten. 


Neben Watzke haben sich auch noch Michael Meeske (​VfL Wolfsburg) und Oliver Leki (​SC Freiburg) zurückgezogen, was zur Folge hat, dass es morgen keine sogenannte Kampfabstimmung geben soll. Sicher ist, dass Dreesen, und dazu Alexander Wehrle vom ​1. FC Köln zwei Sitze im Präsidium bekommen werden.