Nach dem Abgang von Eden Hazard ist Christian Pulisic einer der neuen Hoffnungsträger des FC Chelsea. Der US-Amerikaner wollte seit geraumer Zeit in die Premier League wechseln und hätte laut seinem einstigen Jugendtrainer Robin Walker auch bei Manchester United unterschreiben können - doch ein Transfer kam vor allem wegen José Mourinho nicht zustande, wie Walker im Gespräch mit dem Telegraph behauptet. 


Bereits im Januar konnte sich Pulisic seinen Traum von der Premier League erfüllen. Zum damaligen Zeitpunkt sicherte sich der FC Chelsea für 64 Millionen Euro die Dienste des Flügelspielers, der noch bis zum 30. Juni an Borussia Dortmund verliehen wurde. Mittlerweile ist er in London angekommen, feierte am zweiten Spieltag  gegen Leicester City sein Startelf-Debüt in der Premier League und soll nun anstelle von Eden Hazard auf dem linken Flügel für Wirbel sorgen.

Christian Pulisic

Nach vier Jahren beim BVB wagte Christian Pulisic den Schritt nach England.



Robin Walker hält große Stücke auf Pulisic. Als die Familie des 20-Jährigen aus beruflichen Gründen für eine Weile nach England zog, trainierte er im Alter von sieben Jahren unter Walker bei Brackley Town. Der Chelsea-Fan erkannte früh Pulisics Potenzial: "Ich bereue es, nicht in ein Wettbüro gegangen zu sein und gesagt zu haben 'Dieser sieben Jahre alte Junge wird eines Tages ein internationaler Fußballstar.' Der Ball blieb einfach an seinen Füßen kleben, es war so, als würde man Lionel Messi zusehen."


United-Wechsel scheiterte wegen Mourinho


​Beim BVB wurde Pulisic endgültig zum Profi, der Sprung nach England war nur noch eine Frage der Zeit. Es gab kaum einen Topklub, der sich nicht mit ihm beschäftigte - doch dass am Ende der FC Chelsea den Zuschlag erhielt, soll auch mit seinem Vater zu tun haben. So habe sich der Wechsel zu Manchester United wegen Mourinho, der im Dezember vergangenen Jahres entlassen wurde, zerschlagen. "Er ist wegen José Mourinho nicht zu Manchester United gegangen. Sein Vater konnte Mourinho nicht leiden, weil er junge Spieler nicht fördert", behauptet Walker. 


Daraufhin habe er versucht, ihm einen Wechsel zu den Blues schmackhaft zu machen - mit Erfolg. "Ich bin Chelsea-Fan, bin in London aufgewachsen. Als ich letztes Jahr in Dortmund war, habe ich ihm gesagt, dass er kommen soll. [...] Ich war glücklich darüber, dass er unterschrieben hat." 


Frank Lampard setzt überwiegend auf junge Spieler, über mangelnde Einsatzzeiten wird sich Pulisic daher kaum beklagen müssen. Aufgrund des langfristigen Vertrags bis 2024 erhält er ohnehin genügend Zeit, sich weiterzuentwickeln. Sobald er seine Bestform erreicht, ist er aus der Startformation nicht wegzudenken.