Nach zwölf Jahren beim FC Bayern München ging die Zeit von Franck Ribéry an der Isar zu Ende. Der Franzose ist noch immer auf Vereinssuche, die heißeste Spur führt derzeit nach Italien: ​Die AC Florenz macht aus ihren Bemühungen kein Geheimnis. Laut Bayern-Physio Gianni Bianchi wolle Ribéry noch immer auf Topniveau spielen, eine Verpflichtung wäre dementsprechend vorstellbar - allerdings hätte er auch beim FC Bayern bleiben können, wie er gegenüber Gianluca Di Marzio behauptet.


Das 5:1 gegen Eintracht Frankfurt am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison war das perfekte Ende einer langen Ära. Franck Ribéry und Arjen Robben erzielten in ihrem letzten Bundesligaspiel für die Bayern je ein Tor, feierten den Gewinn der Meisterschaft und feierten vor den 75.000 Fans in der Allianz Arena einen gebührenden Abschied. Während Robben seine Fußballschuhe an den Nagel hing, will Ribéry weiterhin Fußball spielen. Einen Verein hat der 36-Jährige noch nicht gefunden, womöglich aber setzt er sein Abenteuer in der Serie A fort.

Bayern Munich's physiotherapist Gianni B

  Seit zwölf Jahren ist Gianni Bianchi beim FC Bayern als Physiotherapeut angestellt. Im Gespräch mit Gianluca Di Marzio schwärmt er von Franck Ribéry und behauptet, der Franzose habe ein Angebot zur Vertragsverlängerung abgelehnt.


Gianni Bianchi traut ihm zu, weiterhin auf hohem Niveau spielen zu können. Im Gespräch mit Gianluca Di Marzio, das auf dessen Website veröffentlicht wurde, bezeichnete er Ribéry als "Kriegsmaschine. In zwölf Jahren hatte er keine wirklichen muskulären Verletzungen. Sehen Sie sich das Tor an, das er gegen Frankfurt erzielt hat. Er hat alles: Klasse, Inspiration und Physis." 


Einmal, berichtet der Physiotherapeut des FC Bayern, habe er während eines Spiels einen Schlag abbekommen, sich aber gegen eine Auswechslung gestemmt und weitergespielt: "Er steckt nie zurück. [...] Er hatte einen Muskel wie aus Stein, aber er hat weitergespielt. Das ist Franck."


Verlängerung bei Bayern angeblich abgelehnt


In seiner letzten Saison beim FC Bayern kam der Titelsammler auf 25 Einsätze in der Bundesliga, begann aber nur zehn Mal von Anfang an. Schon früh in der Saison zeichnete sich eine Trennung im Sommer ab, dabei hätte das Märchen fortgesetzt werden können, wie Bianchi nun behauptet. Demnach sei Ribéry ein Spieler, der sich "immer wichtig fühlen" wolle - bei den Münchner aber habe er das Gefühl gehabt, nur noch eine Nebenrolle zu spielen. Daher, so Bianchi, "hat er sich dazu entschieden, nicht bei Bayern weiterzumachen, obwohl es die Option für ein weiteres Jahr gab." Laut Christian Falk, Fußballchef der Sport Bild und für gewöhnlich sehr gut über das Geschehen beim FC Bayern informiert, stimmt diese Behauptung allerdings nicht.

Ribéry wolle ungeachtet dessen weiterhin "auf hohem Niveau" spielen, habe deshalb einen Wechsel nach Saudi-Arabien oder Katar abgelehnt. Die Fiorentina beendete die vergangene Saison auf einem 16. Tabellenplatz, dennoch führt die Spur zur Mannschaft von Vincenzo Montella, bei der Kevin-Prince Boateng seit diesem Sommer unter Vertrag steht. Bianchi ist sich sicher: "Die Serie A und Florenz würden einen Spieler erhalten, der noch immer den Unterschied auf hohem Niveau ausmachen kann."


Italien, fuhr Bianchi derweil fort, habe Ribéry "schon immer fasziniert. Er hat mit mir Italienisch gelernt. Er spricht ziemlich gut. [...] Er will in einer Liga auf hohem Niveau spielen, so wie er es immer getan hat." Laut Sport Bild seien nur noch letzte Details zu klären, ehe sich der 36-Jährige der Viola anschließen wird. Mit dem Profifußball, so scheint es, ist Ribery noch lange nicht fertig.