​Mit einem 2:2 startete ​Hertha BSC in die neue Saison. Gegen den ​Rekordmeister aus München sorgte der Hauptstadt-Klub dabei für ein erstes Ausrufezeichen. Keinen Anteil daran hatte der neue Youngster Daishawn Redan. Für ein baldiges Profi-Debüt sammelte er allerdings viele Argumente - laut seinem Trainer Ante Čović sei er bald bereit für die Bundesliga.


Für fast drei Millionen Euro sicherte sich Hertha die Dienste eines bis dato hoch geschätzten Talents. Der 18-jährige Niederländer Daishawn Redan gilt als extrem vielversprechend und soll die Berliner auf Dauer verstärken. Den großen Schritt zu den Profis machte er noch nicht, doch Woche für Woche arbeitet er dafür am nächsten Schritt. In der Regionalliga Nordost sammelte er zuletzt wichtige Minuten und Argumente.


In der zweiten Auswahl der Berliner kam der Angreifer über 90 Minuten zum Einsatz. Beim 6:0-Sieg gegen Optik Rathenow spielte er dabei durchaus auffällig und erzielte zwei Tore. Damit spielt er sich bei seinem Trainer Čović wieder in den Fokus. Dieser weiß von den Qualitäten des Youngsters. "Daishawn macht es gut. Er ist gierig nach Toren. Ich liebe Spieler, die gierig nach mehr sind. Er ist einer von den jungen Spielern, die kaum abwarten können, den nächsten Schritt zu machen", so der Kroate im kicker

Die Partie beobachtete der Trainer vor Ort, um sich ein genaues Bild der Spielweise von Redan zu machen. Bisher konnte er nämlich nur in Testspielen überzeugen, zu mehr reichte es bei der ersten Mannschaft noch nicht. Doch der 18-Jährige ist auf einem guten Weg und verfolgt den für ihn angedachten Plan: "Mir war es extrem wichtig, dass Daishawn 90 Minuten bei der U23 auf dem Platz steht, nachdem er zwei Wochenenden bei uns nicht zum Einsatz kam." 


Große Erwartungen trotz viel Konkurrenz


Čović weiß, wie wichtig diese Einsätze für die Entwicklung eines Spielers sein können. Diese Bühne bietet den jungen Spielern eine Chance sich zu belasten, aber auch für höhere Aufgaben zu empfehlen. "Er hat es in der U23 richtig gut gemacht. Jetzt schauen wir mal, wie er sich in der Trainingswoche präsentiert", so der Übungsleiter vielversprechend. Mit guten Trainingsleistungen darf sich Redan also Hoffnungen machen.


Doch um sich in der ersten Mannschaft zu beweisen, muss er auf Schwächen der Konkurrenz hoffen. Die ist bei der Hertha nämlich extrem groß. Mit Dodi Lukebakio (Rekord-Transfer), Vedad Ibišević, Salomon Kalou, Davie Selke und Alexander Esswein stehen gleich fünf sehr viel erfahrenere Stürmer im Kader. Deswegen mahnt Čović weiterhin zur Geduld, ein Debüt muss zum richtigen Zeitpunkt kommen.

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In der Elftal wurde Redans Talent schon früh gefördert



Zwar bescheinigt der Trainer Redan, "sich von Woche zu Woche zu steigern und immer mehr anzubieten". Doch um den größten Effekt zu erzielen, muss ein guter Zeitpunkt abgewägt werden: "Es bringt nichts, ihn zu früh zu bringen. Wichtig wird es sein, ihn zur richtigen Zeit zu bringen." Seinen eigenen Prozess bescheinigt der Niederländer selbst als positiv, so dass er sich schon bald bereit sieht.


"Für meine Fitness war es gut, 90 Minuten gespielt zu haben. Und über meine beiden Tore freue ich mich natürlich. Ich hoffe, dass bald viele Minuten und auch einige Tore in der ersten Mannschaft dazukommen werden." Bis dahin werden vielleicht noch einige Wochen vergehen, doch dann will Redan da sein und überzeugen. Seine Zukunft in Berlin wird auf jeden Fall noch einiges für ihn bereit halten.